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Trabantszene

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Der Trabi auf dem Weg zum Kult

2004-03-13 00:00:01 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (2) (Gelesen: 8296)
Knallroter Trabi

Knallrot in der Farbe der Feuerwehr leuchtet der Trabi von Daniel Huth aus Seifersdorf. Für den täglichen Gebrauch ist das gute Stück nicht mehr gedacht. In ungezählten Stunden hat Daniel Huth das Auto vor drei Jahren umgebaut. Nun kann man es bei Volksfesten oder Feuerwehrtreffen erleben.

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Wer wenig Geld hat oder wer ganz überzeugt ist, fährt heute noch Trabi / Fans halten den Mythos am Leben

Der typische Geruch, wenn ein Trabi lostuckert, wird immer seltener. Aber es gibt ihn noch, den Trabi als unverwüstliches Gebrauchsfahrzeug. Seine Tage sind allerdings gezählt. Zurzeit entwickelt er sich zum liebevoll gepflegten Kultauto, das nur zu besonderen Anlässen seine blauen Wolken steigen lassen darf.

"Wer wenig Geld hat oder wer ganz davon überzeugt ist, der fährt heute noch Trabi", sagt Steffen Funk. Er handelt in Glashütte mit Autoteilen und zählt sich selbst zu der zweiten Sorte. Er pflegt einen Kugeltrabi aus dem Jahr 1961 in den Farben lichtblau und alabasterweiß, den Fans sogar im Internet bestaunen können. Der steht bei winterlichem Wetter natürlich unter Dach und ist mit dem roten 07-Kennzeichen als Oldtimer eingestuft. Durch Zufall ist Funk an das Auto herangekommen. Seinen zweiten Trabi vom Typ P1.1 fährt er noch das ganze Jahr "aus Überzeugung".

Bei Eis und Schnee ist er unschlagbar

Aber der Trabant als Alltagsfahrzeug wird seltener. Jetzt im Winter sind noch mehr auf den Straßen unterwegs als im Sommer. Das hat zwei Gründe. Zum einen ist der Trabant bei Eis und Schnee unschlagbar – er kommt jeden Berg hoch. Zum andern hat ihn noch mancher als Zweitwagen in der Garage stehen und benutzt ihn im Winter, um das gute Auto zu schonen. Wobei es auch Trabi-Liebhaber geben soll, die sich einen Golf als Winterauto halten, um ihren heiß geliebten Trabi zu schonen.

Denny Siegismund, der Inhaber von Dennys Garage in Schellerhau, sagt: "Für die Werkstatt ist der Trabant ein bisschen undankbar. Weil das Auto so billig ist, sollen auch die Reparaturen fast nichts kosten. Wenn ich einem Golf-Fahrer sage: Das kostet 150 Euro, freut der sich über das günstige Angebot. Ein Trabi-Fahrer fängt an zu stöhnen. Die meisten haben ja doch ein dünnes Portmonnee."

21 Mitglieder im Trabant-Team Freital

"So vier, fünf Jahre noch", schätzt Funk, finden sich noch Trabis im Alltagseinsatz auf den Straßen. Unfälle und Rost dezimieren ihre Zahl. "Und wenn jemand ein neues Auto benötigt, weil vielleicht der TÜV abwinkt, und gerade keinen passenden Trabi findet – dann kauft der eine andere Marke und ist weg."

Manche werden dennoch bleiben. In Freital haben sich 1997 einige Trabantfreunde zum Trabant- Team Freital zusammengeschlossen, seit 1998 sind sie beim Amtsgericht als Verein eingetragen. 21 Mitglieder hat der Verein heute. "Der Jüngste ist 21, der älteste 54", sagt Gunnar Geißler, der die Internetseite der Trabifreunde betreut. Selbstverständlich fährt er auch seinen Trabi, einen Zweitakter aus dem Jahr 1988. Und der wird noch lange fahren, erwartet Geißler. "Die Autos waren ja ausgelegt, Jahrzehnte zu halten. Da geht ja nichts kaputt, wenn man nichts kaputt macht." Aber auch er stellt fest, dass ein Trabi mehr und mehr etwas Besonderes wird.

Heute tuckert das Alltagsfahrzeug der DDR mit Vollgas in die Welt der Oldtimer und Sammlerstücke. Eine neue Heimat hat er auch im Internet gefunden. Dort vermittelt beispielsweise die Seite der Freitaler Trabifreunde viele Informationen und hält den Mythos Trabant so lebendig wie eh und je.

Knallrot in der Farbe der Feuerwehr leuchtet der Trabi von Daniel Huth aus Seifersdorf. Für den täglichen Gebrauch ist das gute Stück nicht mehr gedacht. In ungezählten Stunden hat Daniel Huth das Auto vor drei Jahren umgebaut. Nun kann man es bei Volksfesten oder Feuerwehrtreffen erleben.

Sonderentwicklung Feuerwehrtrabis

Feuerwehrtrabis sind eine besondere Art, die es in den 1990er Jahren zu einem Kultstatus gebracht haben. Zentrum dieser Szene ist der Weißeritzkreis. Hier fanden bereits zwei Treffen von Feuerwehrtrabi-Fahrern statt, 2000 in Rabenau und 2001 in Possendorf. Jetzt ist das dritte ausgeschrieben, zum Dippoldiswalder Stadtfest soll es stattfinden.

Das 3. Sächsische Feuerwehrtrabitreffen ist für das Wochenende vom 4. bis 6. Juni 2004 in Dippoldiswalde geplant. Die Freiwilligen Feuerwehren von Dippoldiswalde und der Kreisfeuerwehrverband Osterzgebirge bereiten es vor. Höhepunkte sind eine Ausfahrt durch den Weißeritzkreis am Sonnabendvormittag, dem 5. Juni, die Vorstellung der einzelnen Fahrzeuge und Vorführungen am Nachmittag sowie eine Fahrzeugausstellung mit Wettbewerben am Sonntagvormittag. Dazu sind neben den Feuerwehrtrabis auch andere geladen wie Polizei- oder DRK-Trabis.

Im Einsatz waren die wenigsten heutigen Feuerwehrtrabis. Die meisten wurden nach der Wende dazu umgebaut und dienen heute in erster Linie der Öffentlichkeitsarbeit und dem Spaß.

Holger Läntzsch aus Seifersdorf ist einer der Vorreiter für die Feuerwehrtrabis. Die Seifersdorfer Wehr besitzt auch ein schönes Exemplar. Läntzsch betreibt die Internetseite www.feuerwehrtrabi.de, auf der eine Menge Wissenswertes um diesen Kult zu finden ist. Und er ist auch Ansprechpartner für das Treffen im Juni.

Im Weisseritzkreis

Trabant: Im Dezember 2003 waren noch 968 Trabant angemeldet, davon 644 zugelassen.

Wartburg: 183 Wartburg waren im Dezember angemeldet, davon 105 zugelassen.

Wieviel Trabis früher mal in den Landkreisen Dippoldiswalde und Freital unterwegs waren, ist nur noch sehr aufwendig zu rekonstruieren. Am 30. September 1990 waren in beiden Landkreisen 44 611 Pkws registriert, davon sicher ein Großteil Trabis.
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