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Allgemeine Trabantnews

Allgemeine Nachrichten rund um den Trabant

Aktuelles von der Initiative Kulturgut Mobilität e.V.

2012-07-29 02:49:36 Geändert: 2014-06-11 14:51:16 (2) (Gelesen: 25268)

Messen, Plakettenkarussell etc.

Die beiden großen Messen zu Anfang der Oldtimersaison sind zu Ende gegangen und nicht Wenige haben die Terminüberschneidung als Last empfunden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß es mühsam war, die ansonsten vier zur Verfügung stehenden Messetage auf zwei zu komprimieren, wenn man auf beiden Hochzeiten tanzen will oder auch muß. Die Termine für das nächste Jahr sehen zum Glück deutlich besser aus.

Darf man den veröffentlichten Besucherzahlen der Messegesellschaften Glauben schenken, so ist die Techno-Classica mit ihren 180000 gezählten Besuchern weiterhin auf Erfolgskurs, und auch die Retro-Classics in Stuttgart scheint keinen Schaden genommen zu haben. Mit 65000 Oldtimerfreunden konnte man trotz bestem Frühlingswetter annähernd auf Vorjahresniveau verweisen.

Auch für die Initiative Kulturgut Mobilität haben die Messen einen Schritt nach vorne bedeutet. In Essen haben wir mit der in Oldtimerkreisen bekannten und erfahrenen Ursula Busch eine Mitarbeit vereinbart. Sie wird in Zukunft für den Fachbereich Öffentliches Recht zuständig sein und für uns das Ohr ganz nah an den Landesverkehrsministerien haben. Darüberhinaus bietet sie eine IKM-Sprechstunde für jeden Oldtimerfahrer an. Die Sprechzeiten finden Sie im Impressum unseres Infoportals unter http://www.kulturgut-mobilitaet.de.

In Stuttgart hatten wir eine kleine Attraktion auf unserem Messestand: Eine 1961er Ford „Badewanne“, die seit dem Neukauf in Erstbesitz ist. Der 75-jährige Erstbesitzer hat es nie über das Herz gebracht, den Wagen zu verkaufen, in welchem er seine Frau zum Altar gefahren hat. Mit originalen Unterlagen sowie zwei großen und bebilderten Infoplakaten versehen, war das Auto ein beliebtes Fotomotiv. Dem stolzen Besitzer merkte man die Stimmband-Strapazen am Sonntagabend deutlich an. Sehr vielen Interessierten hat er geduldig und immer wieder die Geschichte hinter der nunmehr 52-jährigen Liasion weitergeben dürfen.

Das viel diskutierte „Plakettenkarussell“ (die Rückdatierung der HU-Plakette) ist gottlob ein Auslaufmodell. Am 30.03. hat der Bundesrat unter anderem das „Plakettenkarussell“ in die Annalen der Geschichte verbannt.

Dennoch wird uns die erweiterte Hauptuntersuchung (HU-Plus) bei einer Fristüberschreitung von mehr als zwei Monaten ab dem 01.07.2012 treffen. 20 % mehr muss der Halter bezahlen, wenn er überschreitet.

Argumentiert wird unter anderem mit einem deutlich höheren Anteil von verkehrsunsicheren Fahrzeugen und solchen mit erheblichen Mängeln, soweit eine Fristüberschreitung vorliegt. Eine Untermauerung dieser Annahme mit statistischem Material erfolgt nicht.

Weitere Änderungen betreffen Oldtimer mit H-Kennzeichen. In der Begründung wird eindeutig positiv Stellung zur möglichen gewerblichen Nutzung genommen. Hiermit ist die bestehende Rechtsunsicherheit hinsichtlich der gewerblichen Nutzung bald Geschichte.

Erleichterungen erhalten auch historische Nutzfahrzeuge mit H-Kennzeichen, die bislang aufgrund gewerblicher Nutzung zusätzlich zur HU auch zu Sicherheitsprüfungen vorgeführt werden mussten. Die Verpflichtung, diese Fahrzeuge zu zusätzlichen Sicherheitsprüfungen vorzuführen, entfällt ab dem 01.07.2012 vollständig.

Als letztes Schmankerl sei genannt, dass die Fristverkürzung für ältere Fahrzeuge zwar aktuell nicht weiterverfolgt wird, aber auch nicht völlig vom Tisch ist. Die Begründung zum ersten Entwurf enthält einen kurzen Passus dazu, dass man zunächst andere Maßnahmen umsetzen und deren Wirkungsweise beobachten möchte, aber die oben genannte Fristverkürzung noch nicht vollständig aus den Augen verloren hat.

Am 16. Mai 2012 veranstaltet die Initiative Kulturgut Mobilität einen Vortrag bzgl. der Änderungen des Anforderungskataloges zum H-Kennzeichen, die zum 01.11.2011 in Kraft getreten sind. Auch in diesem Fall gibt es noch Unsicherheiten unter den Oldtimerfahrern auszuräumen. Gehalten wird der Vortrag von einem GTÜ-Experten und wird in Stuttgart stattfinden. Sobald die Räumlichkeit feststeht, werden wir Sie per Rundschreiben informieren, verbunden mit der Bitte um Anmeldung, da der Platz vermutlich begrenzt sein wird.

Aus gegebenem Anlaß haben wir uns entschlossen, den diesjährigen Aktionstag „Flagge zeigen“ im Rahmen des Tags des offenen Denkmals entgegen unserer ursprünglichen Absicht nicht in Ibbenbüren, sondern in München zu veranstalten. Weitere Informationen werden wir rechtzeitig weitergeben.

Schauen Sie auch mal wieder auf unserem Infoportal unter http://www.kulturgut-mobilitaet.de vorbei, auf welchem wir für Sie stets aktuelle Informationen bereithalten. Unter anderem haben wir die beiden Bücher „Simson Vogelserie - Sperber, Habicht, Spatz & Co.“ sowie „VW-Käfer 1953-1978“ vorgestellt, eine Präsentation der IKM für Clubs und die aktuelle und einzig gültige Fassung der Charta von Turin im Downloadbereich zur Verfügung gestellt.

Mario De Rosa
stellvertretend für den Vorstand der Initiative
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Sitzung des Parlamentskreises Automobiles Kulturgut

2012-07-29 02:49:36 Geändert: 2014-06-11 14:54:10 (1) (Gelesen: 15450)

Am 07.11.2011 fand die letzte Sitzung dieses Jahres des Parlamentskreises Automobiles Kulturgut statt. Auch diesmal wurde wieder kontrovers diskutiert.

Sonderkennzeichen (kleine Kennzeichen für Motorräder, Klebekennzeichen)

Laut der MdBs Koeppen und Jarzombek ist der beim letzten Treffen angekündigte Antrag noch nicht gestellt worden, da dieser noch in den Gremien durchgesprochen werden muss, um seitens der Abgeordneten mehr Unterstützung zu erhalten. Thomas Jarzombek schlägt zudem vor, gleich mehrere Themen in diesem Antrag zu bündeln. Als weiterer „Problemfall“ wird hier seitens Peter Schneider die bundesweit unterschiedliche Handhabung der roten 07-Nummern bei Umzug oder Verkauf genannt, die nicht nachvollziehbar ist (wir berichteten bereits anlässlich der Sitzung vom 04.07.2011). Laut Burkhard Steins wäre es sinnvoll, die Nutzung des „US-Kennzeichens“ wieder zu beleben; ein weiterer möglicher Punkt für einen Antrag. Johannes Götze merkt die Dringlichkeit in Sachen kleine Kennzeichen für Motorräder an. Viele große Kennzeichen seien auf den Motorrädern schlichtweg nicht zu montieren. Thomas Jarzombek wird diese Punkte mit der Verkehrsarbeitsgruppe diskutieren und schlägt vor, bei PSts. Dr. Andreas Scheuer nachzufragen, inwieweit hier eine gesetzliche Lösung sinnvoll bzw. machbar ist, da eine Gesetzgebung nicht so schnell „zu kippen“ sei wie eine Verordnung. Bis zur nächsten Sitzung soll eine entsprechende Regelung in einem Antrag formuliert und in die Entscheidungsgremien gebracht sein.

Neue Oldtimer-Richtlinie

Beim letzten Treffen wurde die neue Oldtimer-Richtlinie von Hans Hesse (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung) vorgestellt. Eine hierfür ins Leben gerufene „Oldtimer-Kommission Arbeitskreis Erfahrungsaustausch“ (AKE) prüft derzeit die Möglichkeit der konkreten Anwendung. Der AKE hat keine gesetzgebende, sondern ausschließlich beratende Funktion. Am 20.03.2012 soll die neue Oldtimer Richtlinie verabschiedet werden, bis dahin wird der AKE noch dreimal zusammenkommen. Als die drei wichtigsten Entscheidungskriterien gelten das Fahrzeugalter, der Mindesterhaltungszustand und die Abweichung von der Originalität. Die Oldtimer-Richtlinie liefert keine Aussage über einen eventuellen Mehrwert, sondern beantwortet lediglich die Frage, ob es sich bei dem zu prüfenden KFZ um einen Oldtimer handelt. Alf Menzel verweist in diesem Zusammenhang auf das umfangreiche Archiv der GTÜ (www.gtue-oldtimerservice.de), das 48.000 Nachweise zu unterschiedlichsten Marken und Modellen enthält und für jedermann nutzbar ist. Thomas Lundt appelliert an die Runde, dafür Sorge zu tragen, dass sich auch wirklich Fahrzeuge auf der Straße bewegen, die die Bezeichnung Kulturgut verdienen und nicht jeder „Plastikbomber“ aus der entsprechenden Zeit als Oldtimer gelten dürfe. Carsten Bräuer entgegnet, dass es keine Frage des persönlichen Geschmacks sei. Solange die Bausätze als „zeitgenössisch“ gelten und die anderen Kriterien erfüllt seien, handele es sich ganz klar um Oldtimer. Die 80er-Jahre war die Hochzeit des Fahrzeug-Tunings und der Umbauten. Zudem habe das H-Kennzeichen keine wertbildende Funktion, es ermögliche lediglich eine Steuersubventionierung und die problemlose Befahrung der Umweltzonen. Thomas Jarzombek ist jedoch durchaus der Meinung, dass das H-Kennzeichen ein Fahrzeug adelt. Eine Anmerkung, die ein großer Teil der Runde teilt: Laut Reinhard Sachse hat das H-Kennzeichen durchaus monetären Einfluss. Der Teilnehmerkreis ist sich einig darüber, dass die geplante Regelung sehr offen ist und vernünftige Grenzen aufgezeigt werden müssten, um einer undifferenzierten Vergabe von H-Kennzeichen einer möglichen Schwemme vorzubeugen, die sich auch negativ auf die öffentliche Akzeptanz auswirken könnte, die nach wie vor sehr hoch sei. Zudem fördert eine solche nachvollziehbare Einstufung die Klassifizierung. Eine drohende Oldtimer-Schwemme widerspricht zudem der Berechtigung, von einem Kulturgut zu sprechen. Martin Halder verweist in diesem Zusammenhang auf einendurchaus kritischen Artikel des „Spiegel“, der die Sensibilität der Öffentlichkeit für dieses Thema unterstreicht.

Biokraftstoff E10 bei Oldtimern

Johannes Hübner berichtet über Entwicklungen aus seinem aktuellen Feldversuch. Zusammenfassend kann berichtet werden, dass das ein oder andere Fahrzeug zwar „Macken“ aufweist, jedoch nicht eindeutig belegbar ist, ob diese durch die Nutzung von E10 herrühren. Von ihm konsultierte andere Quellen wie beispielsweise Internetforen melden ebenfalls keinerlei Probleme mit dem Kraftstoff E10. Peter Steinfurth wirft die Frage auf, ob es denn verlässliche Zahlen im Hinblick auf den Verkauf von E10 gäbe. Offensichtlich werde E10 nämlich aufgrund der geringen Nachfrage von den Tankstellenpächtern gar nicht verkauft, aus den entsprechenden Zapfsäulen fließe E5. Stefan Röhrig erwähnt, dass innerhalb der EU-Kommission das Thema für so brisant gehalten wird, dass darüber diskutiert wird, E10 als zukünftigen Standard-Kraftstoff in Frage zu stellen. Martin Halder kündigt an, das Thema E10 zugunsten anderer wichtiger Themen innerhalb dieser Runde ruhen zu lassen, bis neue, konkrete Erkenntnisse vorliegen.

FIVA | Charta von Turin

Johannes Hübner sieht die größte Problematik nicht im eigentlichen Text der Charta, sondern im Vorwort (Definitionen). Vom 17.-19.11.2011 findet in Washington, DC, die FIVA General-Assembly statt; der ADAC hat laut Dirk Jurgasch hierfür seine Anmerkungen an den FIVA Vertreter der Schweiz, Herrn Kohler, geschickt. Der DAVC wird lt. Georg Sewe in Washington teilnehmen. Stefan Röhrig berichtet von einem Treffen des VDA mit Vertretern der FIVA. Laut Herrn Röhrig will der VDA auf jeden Fall verhindern, dass die FIVA auf die Unesco zugeht und die Charta als Gesetz verabschiedet wird. Eine Meinung, der sich Winfried Seidel bedingungslos anschließt - jegliche Entwicklung in Richtung Denkmalschutz sei aufgrund der unabsehbaren Einschränkungen um jeden Preis zu vermeiden. Peter Steinfurth berichtet, dass im Internetforum der „Oldtimer-Markt“ weniger der Inhalt der geplanten Charta kritisiert wird, als die Tatsache, dass von der FIVA in Vorwegnahme einer öffentlichen Diskussion Einschränkungen besprochen werden. Martin Halder fasst die allgemeine Stimmung dahingehend zusammen, dass die Oldtimer-Richtlinie von den meisten als zu liberal angesehen wird. Hingegen befasst sich die geplante Charta von Turin zwar mit vergleichbaren Fragestellungen, wird aber insgesamt als zu restriktiv beurteilt. An Dirk Jurgasch richtet sich abschließend die Bitte, das nächste öffentliche Protokoll der FIVA zur Vorbereitung auf das nächste Treffen des Parlamentskreises zu liefern. Martin Halder regt an, die Themen zur Klassifizierung von Oldtimern zum Schwerpunkt der nächsten Sitzung zu machen, was breite Zustimmung findet.

Zu guter letzt

Peter Schneider berichtet von einer Sitzung der Historic-Vehicle-Group der EU. Da die „Problematik Umweltzone“ inzwischen auch andere Länder der EU erreicht hat, besteht dort der Wunsch nach einer Einführung des H-Kennzeichens analog zu Deutschland. Georg Sewe berichtet von der Schwierigkeit für Oldtimer Clubs, den Status der Gemeinnützigkeit zu erlangen / zu behalten. Peter Schneider merkt an, dass nur allgemeine Oldtimer-Clubs diesen Status zugesprochen bekommen, nicht jedoch Marken-Clubs.
Christoph Karle befürchtet kommende Maut-Gebühren für PKWs. Thomas Jarzombeks Einschätzung dazu ist, dass dies aus Gründen der Umsetzung und der Kosten-Nutzen-Rechnung eher nicht realisiert wird und sich somit auch die Frage nach einer Mautbefreiung für Oldtimer absehbar nicht stellt.
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