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Trabantszene

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Zeitreise mit einem Trabant 601

2004-11-05 11:09:59 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (3) (Gelesen: 10313)
Er wurde geliebt, gewienert und manchmal auch verflucht. Der Trabant weckt noch heute viele Erinnerungen. Jetzt sind Jugendliche aus Franzburg und Velgast auf der Suche nach Trabi-Geschichten - im Rahmen eines Projektes, das mit Bundesmitteln gefördert wird.

Franzburg. Vier Erwachsene und fünf Kinder in einem Trabant? Kein Problem. Johannes Rudolph hat es selbst ausprobiert und landete auf dem Weg zum Strand bei Barth prompt in einer Polizeikontrolle. "Ist das nicht ein bisschen viel", hätte der Ordnungshüter nach mehrfachem Umkreisen des Autos gefragt, um dann das Signal zur Weiterfahrt zu geben. Geschichten wie diese hat der heute 63-Jährige reihenweise auf Lager. Wie er 1968 zu seinem ersten Trabant kam. Wie er auf einer Reise nachts den Vergaser auseinander baute, um am Ende festzustellen, dass im Tank kein Benzin mehr war ...
Dass der Bürgermeister von Franzburg aus dem Plaudern nicht herauskommt, daran sind zwei 16-Jährige schuld. Christian Podlesch und Dennis Nelson haben ihn in die "Zeitmaschine" gelockt, einen ockerfarbenen Trabant 601, Baujahr 1986. Während Christian das Aufnahmegerät laufen lässt, hat Dennis mit der Digitalkamera den Fotografen-Part übernommen. 15 solcher Interviews haben die Jugendlichen bereits im Kasten. "Wahnsinn, was man mit dem Auto alles angestellt hat", staunt Christian.
Geschichte einmal anders erleben - so umschreibt Franzburgs Jugendpfleger Frank Fiella den Sinn des Projekts "Trabi-Reisen", das er mit seinem Kollegen Steven Mewald aus Velgast ausgeheckt hat und nun unter Regie des Storchennest-Vereins in die Tat umsetzt. "Wir wollten die Vergangenheit mal positiv angehen." Zehn junge Leute sind mit wachsender Begeisterung dabei und haben schon so manches Abenteuer erlebt. Damit die Sache richtig lebendig wird, musste ein echter Trabi her. Doch der war gar so leicht zu finden.
Möglich ist alles natürlich nur mit finanzieller Unterstützung. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Bundesinitiative "wir ... hier und jetzt" gefördert - mit 2300 Euro und der nötigen Technik. "Zeitensprünge" ist der Name des Topfes, mit dem Interesse für Geschichte geweckt werden soll. Gestern ging es vor dem Jugendklub in Franzburg hoch her. Wichtiger Besuch hatte sich angesagt. Peter Fricke, zuständiger Abteilungsleiter beim Bundesministerium, machte sich ebenso ein Bild wie Programmkoordinatorin Heidemarie Rubart von der Stiftung Demokratische Jugend und Programmberater Thomas Heppner. Und dann fuhren die Trabi-Freunde aus Barth mit fünf Oldies vor - vom NVA-Kübel bis zum 1991 gebauten P 1.1 mit VW-Motor. Besonders Joachim Langner, der 15 Trabis besitzt, musste viele neugierige Fragen beantworten.
Die Jungs aus Franzburg und Velgast haben aber noch eine Menge vor. In den nächsten Tagen soll der hauseigene Trabi so weit fit sein, dass er angemeldet und als "Zeitmaschine" bei Dorffesten in Altenpleen, Velgast und anderswo eingesetzt werden kann. Und bis Ende Oktober, wenn das Projekt ausläuft, soll eine Präsentation mit Fotos, Texten und Tonaufnahmen fertig gestellt werden.
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