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Trabantszene

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Beifall für den Trabi

2003-10-12 00:00:01 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (2) (Gelesen: 5567)
Als Hermann Görke aus seinem Auto steigt, ist er sofort von Menschen umringt. Der Mercedes-Benz 300 SL Coupé, Baujahr 1955, zieht die Leute an. "Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 260 Stundenkilometern seinerzeit einer der schnellsten Serienwagen", verkündet er nicht ohne Stolz. Der Wuppertaler hat als einer der ersten Teilnehmer der Mercedes-Benz-Sternfahrt Potsdam erreicht. Es ist Sonnabendnachmittag und das Ziel, das Gelände des Autohauses Potsdam Am Stern, ist bereits voller Schaulustiger. Auf 3000 wird man die Menge später schätzen. Wegen Leuten wie Görke sind sie gekommen, oder besser, wegen dem, worin sie gekommen sind. 225 Oldtimer hatten sich am 1. Oktober von Rostock, Magdeburg und Leipzig aufgemacht. Drei Tage später treffen sie sich auf einer Wiese in der Nähe des Stern-Centers, manche Autos sind fast 90 Jahre alt. Unterwegs waren Spaßdisziplinen für die Punktewertung zu bewältigen: Einige mussten Ostseesand sammeln.
Görke war schon einmal hier, zu einer Oldtimerausstellung vor zwei Jahren. Potsdam findet er wunderbar, "ein Städtchen, in dem Leben herrscht". An diesem Nachmittag fachsimpeln Am Stern Männer und Frauen mit den Fahrern, es geht um Geschwindigkeiten, Getriebe, Motorleistung. Die Kleinen vergnügen sich mit Tretautos. Plötzlich lässt sich das vertraute Tuckern eines Zweitaktmotors vernehmen. "Ach, wie niedlich", ruft eine Frau, als Ronny Weigang mit seinem Trabant P 60 K vorfährt. Das rundliche kleine Auto, Baujahr 1968, strahlt mit seinem Dachgepäckträger und den Lederkoffern tatsächlich Gemütlichkeit aus. "Unterwegs haben die Leute Beifall geklatscht, wenn sie uns gesehen haben", freut sich der 27-Jährige aus Ludwigsfelde: "Im Osten identifizieren sich die Menschen halt mehr mit dem Trabi als mit einem Mercedes."
Wenige Meter weiter hat Gerrit Crummenerl seinen bordeauxroten Wartburg 353 geparkt, ein Erbstück vom Großvater. "Als Kind bin ich oft bei Opa mitgefahren, da hängen viele Erinnerungen dran", sagt er verträumt. Uli Baunscheidt sieht es prosaischer. "Oldtimer sind eine gute Geldanlage, besser als Aktien", sagt der Rechtsanwalt aus Nottuln bei Münster. Dann blickt er liebevoll auf seinen weißwandbereiften schwarzen Volvo 444, Baujahr 1952. "Der heißt Brezel-Volvo, wegen der runden Scheiben am Heck. So einen wollte ich immer."
Zufriedene Gesichter auch bei den Veranstaltern. "Publikum und Fahrer sind begeistert - was will man mehr", zieht Daimler-Chrysler-Sprecherin Konstanze Fiola Bilanz, nachdem am Abend bei einem Empfang die Sieger gekürt wurden. In zwei Jahren soll es die nächste Sternfahrt geben. Ob sie auch in Potsdam endet, steht aber noch nicht fest.
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