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Ratgeber Trabant

Ratgeber Trabant

Fahrzeughandhabung und -pflege, Fahrzeugwartung und -reparatur, nützliche Ergänzungen, Fahrerfahrungen.
1. Auflage 1987 aus dem "transpress VEB Verlag für Verkehrswesen".

025 Dichtheitskontrolle

2004-02-03 00:00:01 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 6212)
Undichtheiten in der Ansauganlage treten recht selten auf. Ist jedoch der Verbindungsschlauch, der vom Dämpfergehäuse zum Ansaugstutzen des Vergasers führt, infolge Alterung eingerissen oder an seinen Anschlussstellen aufgeweitet, so wird ungefilterte Luft angesaugt, was dem Motor auf die Dauer nicht bekommt. Man überprüft diesen Schlauch deshalb gelegentlich. Eine Abhilfe ist nur durch das Erneuern möglich. Unterwegs kann man sich ggf. durch das Umlegen von Schlauchschellen an den Anschlussstellen des Schlauches helfen.
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026 Luftfiltereinsatz reinigen/erneuern

2004-02-03 00:00:01 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 6206)
Die Nutzungsdauer des Luftfiltereinsatzes (Bild 2.8) beträgt je nach Einsatzbedingungen des Fahrzeugs (Staubanfall) maximal 20 000 km. Zeigen sich bei den turnusmäßigen Durchsichten jedoch die ersten Anzeichen für sein baldiges Unbrauchbarwerden (gequollen, verschmutzt), wird er besser sofort erneuert. Ansonsten wird er gründlich gesäubert, d. h., ausgeklopft und ausgeblasen, und wieder eingebaut. Eine Nassreinigung ist nicht statthaft; sie macht ihn völlig unbrauchbar.
Ein feucht gewordener Luftfiltereinsatz - bei der Fahrzeugwäsche schon passiert - führt übrigens zu erhöhtem Kraftstoffverbrauch, ebenso ein stark verschmutzter, weil lange Zeit nicht kontrollierter Einsatz. Dass bei der Erneuerung des Luftfiltereinsatzes die ggf. fabrikmäßig noch vorhandene Papierumhüllung entfernt wird, sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
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027 Kühlsystem

2004-02-03 00:00:01 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 6194)
Zur Gewährleistung einer ausreichenden und unter allen Betriebszuständen funktionierenden Kühlung des Motors gehört ein stets intaktes Kühlsystem. Das im Trabant vorhandene System besteht aus dem Kühlluftgehäuse, dem Axiallüfter und dem hinteren Luftleitblech am Kühlluftgehäuse.
Wesentlichste Voraussetzung für die Kühlung des Motors ist die richtige Keilriemenspannung. Bei zu lockerem Keilriemen erreicht der Lüfter nicht die jeweils notwendige Drehzahl. Dies wiederum kann zur Überhitzung des Motors und u. U. sogar zu Kolbenfressern führen.Am Kühlsystem können im Prinzip keine größeren Schäden auftreten. Sollte es aufgrund defekter Kugellager des Lüfters erforderlich sein, das Axialgebläse (Lüfter) auszuwechseln, ist wie folgt zu verfahren.
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028 Axialgebläse aus- und einbauen

2004-02-03 00:00:01 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (5) (Gelesen: 6183)
Bei Fahrzeugen bis Baujahr 1984 sind zum Ausbauen des Axialgebläses - hier dem allgemeinen Sprachgebrauch folgend Lüfter genannt - die Halteschrauben der Lichtmaschine und die der Spannstrebe zu lösen, damit der Keilriemen entspannt werden kann. Danach wird das Spannband entfernt. Dazu wird mit einem Maul- oder Steckschlüssel 10mm die Schraube des Spannbandes gelöst und das Spannband herausgenommen. Jetzt kann der Lüfter aus der Führung am Kühlluftgehäuse nach links herausgeklappt werden. Danach wird der Keilriemen von der Riemenscheibe des Lüfters heruntergenommen. Beim Wiedereinbau des Lüfters ist unbedingt darauf zu achten,dass der Arretierstift am Lüftergehäuse in die Bohrung der Lüfterkonsole eingreift.
Bei Fahrzeugen ab Baujahr 1984 ist für die Befestigung des Lüfters das Spannband entfallen. Dafür befindet sich an der Unterseite des Lüfters eine Stiftschraube, mit der der Lüfter an der Konsole befestigt ist. Auch bei dieser Ausführung ist vor dem Entfernen des Lüfters die Lichtmaschine zu lösen, um den Keilriemen entspannen zu können (Bild 2.9).

Bild 2.9 Mit einem Ringschlüssel SW 17 mm lässt sich die Mutter der zentralen Befestigungsschraube des Axiallüfters lösen
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029 Keilriemen nachspannen

2004-02-03 00:00:01 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (3) (Gelesen: 6189)

Der Keilriemen (Bild 2.10) - er treibt nur bei ausreichender Spannung Lichtmaschine und Lüfter zuverlässig an - ist alle 5000 km hinsichtlich seiner Spannung zu kontrollieren und ggf. nachzuspannen. Geschieht das, kann mit einer Laufleistung des Keilriemens von 20 000 bis 30 000 km gerechnet werden. Die Keilriemenspannung stimmt, wenn sich der Riemen in der Mitte zwischen den Riemenscheiben von Lichtmaschine und Gebläse mit dem Daumen 10 bis 15 mm durchdrückenlässt. Eine zu große Spannung führt zu stärkerem Verschleiß des Keilriemens sowie der Lager der Lichtmaschine und des Lüfters.
Zum Nachspannen des Keilriemens werden die zwei Halteschrauben der Lichtmaschine und die Stellschraube der Lichtmaschine (s. Bild 2.10) gelöst. Danach wird die Lichtmaschine mit Hilfe eines Montierhebels, eines größeren Schraubendrehers oder einer Holzleiste, angesetzt unterhalb des Kurbelgehäuses und oberhalb des Kopfes der Stellschraube, nach unten gedrückt und die Stellschraube wieder festgezogen, wenn die richtige Keilriemenspannung erreicht ist. Danach werden die beiden Halteschrauben der Lichtmaschine gleichfalls wieder angezogen. Insbesondere letzteres darf nicht vergessen werden. Die Lichtmaschine könnte sonst abreißen undverloren gehen.
Zeigt der Keilriemen an seiner Innenseite schon kleine Querrisse oder an seiner Fügestelle einen schräg verlaufendenRiss, wird er besser sofort ausgewechselt. Im nächsten Abschnitt ist diese Arbeit beschrieben. Das vermeidet das Erneuern des Keilriemens unterwegs.
Bei Arbeiten am Keilriemen empfiehlt es sich übrigens, gleich die zwei Schrauben des Halters der Lichtmaschine am Motorgehäuseunterteil (Bild 2.11) auf Festsitz zu kontrollieren und ggf. nachzuziehen,
Mit Einsatz der 12-Volt-Anlage im Oktober 1983 werden alle Fahrzeuge mit einer Drehstromlichtmaschine ausgerüstet. DieBefestigungspunkte der Drehstromlichtmaschine sind die gleichen wie die der Gleichstromlichtmaschine. Lediglich der Befestigungsbügel und die Spannstrebe haben eine andere Form (Bild 2.12).

Bild 2.10 Lage und Verlauf des Keilriemens;

  1. Kurbelwellenriemenscheibe,
  2. Lichtmaschinenriemenscheibe,
  3. Stellschraube der Spannstrebe

Bild 2.11 Gleichstromlichtmaschine, von unten gesehen;

  1. Halteschrauben der Lichtmaschine,
  2. Halteschrauben des Halters der Lichtmaschine

Bild 2.12 Trabant-Motor mit Drehstromlichtmaschine;

  1. Spannstrebe mit Halte- und Feststellschraube,
  2. Lichtmaschinenhalter

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