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Whims Camping-Wohnanhänger

Wie helfe ich mir selbst 'Camping-Wohnanhänger'

vom VEB Verlag Technik, Berlin.
1. Auflage mit 320 Bildern und 36 Tafeln von 1985.

1. Zugfahrzeug - Anhänger

2010-01-28 16:58:10 Geändert: 2010-01-28 16:58:14 (1) (Gelesen: 24861)

Durch das Zugfahrzeug wird die maximal zulässige Anhängerlast und somit die zulässige Gesamtmasse des PKW-Anhängers vorgegeben. Die in der Zulassung des Zugfahrzeuges bestätigte Gesamtanhängerlast darf nicht überschritten werden (Tabelle 1.1). Rechnet man mit einer Zuladungsmasse von 60 bis 100 kg für die Grundausstattung und nochmals 30 bis 50 kg pro mitfahrende Person, so sind die Grenzen der Leermasse des Anhängers leicht zu ermitteln. Dieser Fakt ist ganz entscheidend für eventuell wünschenswerte Veränderungen am oder im PKW-Anhänger, durch die die Leermasse des Anhängers weiterhin erhöht wird. Um aber bei einem Neuaufbau oder wünschenswerten Veränderungen die richtigen Entscheidungen zu treffen, sollten wir uns zunächst mit den fahrdynamischen Zusammenhängen zwischen Zugfahrzeug und PKW-Anhänger befassen.

Tabelle 1.1. Zulässige maximale Anhängelasten für PKW in kg

PKW-Typ Anhängelasten
ungebremst gebremst
Trabant 601
mit Simplexbremse 280 -
mit Duplexbremse 300 400
Saporoshez 966/968 300 400
Skoda
1000 MB 380 650
S100 400 600
S105/120L 400 600
S120LS 400 600
Wartburg 353/353 W 500 650
Dacia 1300 440 750
Zastava 1100 440 680
Polski Fiat
vor 1975 500 800
ab 1975 (1500) 500 1000
Shiguli/Lada
2101/2102/21011 500 800
2103/2106 500 1000
Moskwitsch
408/JE/412 560 750
2140 560 1000
Wolga GAS 24 700 1000
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1.1. Einflüsse auf die Fahrstabilität

2010-01-28 16:57:18 Geändert: 2010-01-28 16:57:21 (1) (Gelesen: 24804)

Die Fahreigenschaften eines PKW mit Anhänger sind im allgemeinen viel schlechter als die des PKW ohne Anhänger. Es muss also zwischen PKW und Anhänger Zusammenhänge geben, die die Fahrstabilität so beeinflussen, dass es bereits im unteren Geschwindigkeitsbereich zu einer Verkehrsgefährdung kommen kann. Dieses instabile Fahrverhalten kann nur eingeschränkt werden, wenn wir die Ursachen kennen und diese entsprechend konstruktiv oder durch unser Fahrverhalten beeinflussen. Unkenntnis oder Missachtung der physikalischen Gesetzmäßigkeiten führt oft zu einem Unfall (Bild 1.1).

Bild 1.1. Während eines Versuches wurden die physikalisch wirkenden Gesetze vorsätzlich verletzt und der Anhängerzug durch Verreißen der Lenkung zum Schleudern gebracht. Trotz der kritischen Fahrsituation des Anhängers kippte dieser durch die richtige Reaktion des Fahrers nicht um. Bei einem ungeübten Fahrer wäre bei dieser Fahrsituation ein Unfall unvermeidbar gewesen [10].

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1.1.1. Masse-Leistungs-Verhältnis

2010-01-28 16:56:49 Geändert: 2010-01-28 16:56:52 (1) (Gelesen: 24794)

Für Masse-Leistungs-Verhältnis gilt die Gleichung

Während die zulässige Gesamtmasse des PKW (mges Z) und die Motorleistung vom PKW-Hersteller festgelegte Werte sind, die ein zügiges Beschleunigen im Straßenverkehr ermöglichen, verschlechtert sich das Masse-Leistungs-Verhältnis mit zunehmender Masse des Anhängers (mges H). International werden K-Werte von 25 kg/kW gefordert. Diese Werte gewährleisten, dass der Verkehrsfluss nur gering belastet wird. Aus Bild 1.2 kann der K-Wert annähernd für jeden PKW entnommen werden. Wie Bild 1.3 zeigt, ist bei v = 80 km/h die notwendige Antriebsleistung schon so groß, dass viele Fahrzeuge diese Motorleistung nicht mehr aufbringen können.

Schlussfolgerung

  • Die Masse des Anhängers sollte wesentlich geringer als die Masse des Zugfahrzeuges sein.
  • Zulässige Anhängerlasten des PKW sind max. Lasten und sollten nach Möglichkeit nicht ausgenutzt werden.
  • Durch Verringerung der Zuladung im PKW und Caravan lässt sich der K-Wert positiv beeinflussen und die Fahrstabilität verbessern.

Bild 1.2. Masse-Leistungs-Verhältnis als Funktion der maximalen Motorleistung in Abhängigkeit der vorhandenen Gesamtmasse von Zugfahrzeug und Anhänger

Bild 1.3. Erforderliche Motorleistung beim Fahren mit Anhänger in der Ebene und am Berg in Abhängigkeit von der Fahrgeschwindigkeit
1 Fahren in der Ebene bei Windstille; 2 in der Ebene bei Gegenwind, Windstärke 7; 3 bei 12 % Steigung, 4 Zeltanhänger in der Ebene

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