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Ratgeber Trabant

Ratgeber Trabant

Fahrzeughandhabung und -pflege, Fahrzeugwartung und -reparatur, nützliche Ergänzungen, Fahrerfahrungen.
1. Auflage 1987 aus dem "transpress VEB Verlag für Verkehrswesen".

075 Reifen

2004-02-03 00:00:01 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (4) (Gelesen: 4784)

Eine bewusste Kontrolle der Reifen hinsichtlich


Tabelle 2.2 Reifenverschleißmerkmale und ihre Ursachen

Erscheinung am Reifen Mögliche Ursachen

Reifenmitten nutzen sich stärker ab als Profilseiten Reifeninnendruck zu groß
Profilseiten nutzen sich stärker ab als Profilmitten Reifeninnendruck zu klein
Gratbildung am Profil am gesamten Reifenumfang in Querrichtung Vorspur falsch eingestellt
Profil läuft am gesamten Umfang außen stärker ab Radsturz zu groß
Profil läuft am gesamten Umfang innen stärker ab Radsturz zu klein
Muldenartige Vertiefung im Profil, meist paarweise am Radumfang gegenüberliegend Unwucht im Rad, Stoßdämpfer defekt

Ansonsten

  • fährt man stets mit dem richtigen, der Belastung des Fahrzeugs angepassten Reifeninnendruck;
  • behebt man technische Mängel am Fahr-"werk, die den Reifenverschleiß beschleunigen, sofort;
  • passt man die Fahrweise stets den Verkehrsbedingungen, auch wenn diese noch so oft wechseln, an.

Das hilft einmal, die charakteristischen Reifenschaden zu vermeiden, zum anderen beeinflusst es Fahrzeugverschleiß und Kraftstoffverbrauch günstig. Darüber hinaus gilt:

  1. Alle fünf Reifen des Fahrzeugs müssen noch eine Profilhöhe von mindestens einem Millimeter aufweisen; nur dann gelten sie noch als verkehrssicher.
  2. Die Reifen mit den besten Profilen sind immer auf den gelenkten Rädern, also vorn, zu fahren.
  3. Der Abnutzungsgrad der Reifen zwischen Vorder- und Hinterachse ist, bedingt durch die von den Reifen der Vorderräderaufzubringenden Antriebskräfte, unterschiedlich. Das erfordert, die Räder alle 5000 km gegeneinander auszutauschen. Im Abschnitt "Rädertausch" ist die Möglichkeit beschrieben.
  4. Gereinigt werden die Reifen nur mit Wasser, dem etwas Fit oder Shampoo zugesetzt sein kann,
  5. Öl und Fett schaden den Reifen. Man entfernt es, sobald man es entdeckt hat.
  6. Der Reifeninnendruck sollte möglichst wöchentlich kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert werden. Zu niedrige Reifeninnendrücke führen im Laufe der Zeit unweigerlich zu Gewebebrüchen, zu hohe Reifeninnendrücke zu abnormalem Verschleiß der Reifen.

Innendrücke: Die Innendrücke beeinflussen in hohem Maße die Lebensdauer der Reifen. Sie betragen für Limousine und Kombi (Universal) vorn 140 kPa (1,4kp/cm2) hinten 140 kPa (1,4 kp/cm2)bis zu einer Nutzlast von 335 kg. Beim Kombi ist der Innendruck hinten auf 170kPa (1,7 kp/cm2) zu erhöhen, wenn eine Nutzlast von 390 kg transportiert wird, das Fahrzeug also voll ausgelastet ist. Diese Werte gelten für Radial- und Diagonalreifen.

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076 Rädertausch

2004-02-03 00:00:01 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (3) (Gelesen: 4776)

In den Rädern steckende Unwuchten erhöhen den Reifenverschleiß. Deshalb ist es nur günstig, alle 5000 km auch zukontrollieren, ob alle Masseausgleichstücke - auch die an den Innenseiten der Räder - noch vorhanden sind. Man sieht bei Verlust in der Regel, wo sie saßen.
Ferner ist es ratsam, die Räder alle 5000 km nach dem Schema in Bild 2.79 auszutauschen und sie alle 10000 km neu auswuchten zu lassen.Das trägt dazu bei, dass Diagonalreifen der Dimension 5.20-13 rund 30 000 km und Radialreifen der Dimension 145 SR 13 rund 50000 km gefahren werden können.

Bild 2.79 Schema für den Austausch der Räder

Angemerkt sei zum Rädertausch noch, dass die Wirtschaftlichkeit am größten ist, wenn alle fünf Räder in den Tausch einbezogen werden. Man erreicht damit ein Maximum an Fahrleistung.

Sonstiges: Bei Diagonalreifen kommt es speziell beim Kombi (Universal)unter Umständen an den Reifen der Hinterräder zu den so genannten Auswaschungen (flächenartig abgenutzte Stellen) am Reifenumfang -profil). Ursache ist kein Fehler in der Achsgeometrie, sondern in der Regel, dass das Fahrzeug nicht ausgelastet genug (nur mit zwei Personen besetzt) gefahren wird. Als Folge treten dann die Auswaschungen auf. 3as kann jedoch vermieden werden, wenn die Räder, wie empfohlen, alle 5000 km gegeneinander ausgetauscht werden.

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077 Mögliche Störungen im Fahrwerk

2004-02-03 00:00:01 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (3) (Gelesen: 4780)

Sich am Fahrwerk abzeichnende Störungen jeder Art beeinflussen die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs in hohem Maße. Infolgedessen sind alle Arbeiten an Lenkung, Bremen und Achsen mit größter Gewissenhaftigkeit auszuführen bzw. ist bei den geringsten Zweifeln über die Richtigkeit dieser oder jener Maßnahme unbedingt ein Fachmann zu Rate zu ziehen. Es kann und darf ganz einfach nicht sein, dass ein Fahrzeug nach unsachgemäß ausgeführten Reparaturen am Straßenverkehr teilnimmt. Hingewiesen sei ferner darauf, dass sich Unzulänglichkeiten an den Baugruppen des Fahrzeugs in der Regel nicht plötzlich, wie beim Triebwerk, sondern eher nach und nach und somit schleichend einstellen, so dass der unaufmerksame Fahrer sie kaum bemerkt und dann eines Tages von der kompletten Störung regelrecht überrascht wird. Zu vermeiden ist solch eine meist auch noch verkehrsgefährdende Situation nur, wenn man das Verhalten des Fahrzeugs in den einzelnen Betriebszuständen bewusst beobachtet,um auf diese Weise zu erkennen, wo es rechtzeitig einzugreifen gilt.

Lenkung geht zu schwer

Eine zu schwer gehende Lenkung beeinflusst das Rückstellvermögen der Vorderräder nach Kurvendurchfahrten und erschwert somit das Fahren insgesamt.Die Schwergängigkeit kann als Ursachen eine zu straffe Einstellung des Lenkgetriebes (vielleicht bei der letzten Durchsicht des Fahrzeugs), eine mangelhafte Schmierung der Schwenklagerbuchsen der Federgabel und des Lenkerlagers, oder einen erheblichen Verschleißgrad der Zahnstange haben. Abhilfe ist auf folgende Art möglich:
Ist die Lenkung zu straff eingestellt worden, wird die Einstellung unter Berücksichtigung der Hinweise im Abschnitt "Lenkung" korrigiert. In der Regel muss die Exzenterbuchse des Lenkgetriebes wieder etwas gelöst werden.
Ist Schmiermittelmangel an den Schwenklagerbuchsen der Federgabel die Ursache für die Schwergängigkeit (man weiß ja, wann hier das letzte Mal die Fettpresse angesetzt worden ist), hilft nur ein sofortiges Abschmieren der Federgabeln und der unteren Lenkerlager. Brachte das keinen Erfolg, könnten die Schwenklagerbuchsen so sehr gequollen sein (bei neuem Fahrzeug durchaus möglich), dass ihr Nachreiben angebracht ist. Letztes ist infolge der hierzu notwendigen Demontage- und Montagearbeiten eine Arbeit für die Vertragswerkstatt.
Ist die Zahnstange verschlissen, muss die Lenkung komplett erneuert werden.Bemerkbar macht sich ein solcher Mangel, wenn das Lenkrad scharf nach links und rechts eingeschlagen wird und hierbei in den Außenstellungen der Lenkung jeweils deutlich "harte Punkte" zu spüren sind. Ist das der Fall, ist eine Erneuerung der Lenkung unumgänglich.
Zu den ersten beiden Maßnahmen ist im Abschnitt "Lenkung" ausgeführt,wie diese Arbeiten zu erledigen sind, die dritte Maßnahme, das Erneuern der Lenkung, lässt man in der Vertragswerkstatt erledigen.
Alle in Frage kommenden Schraubverbindungen sind unter Beachtung der Anzugsdrehmomente nachzuziehen. Schwerpunkte sind die Halteschrauben der Dreiecklenker hinten, der Federn vorn und hinten, der Stoßdämpfer vom und hinten und der Querlenker vorn. Zusätzlich achtet man auf den Zustand der Gummis der Dreckecklenker hinten (ggf. wieder ordnungsgemäß einlegen). Den Austausch ausgeschlagener Spurstangenköpfe (s. Bild 2.59) überlassen wir besser der Vertragswerkstatt.

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078 Lenkung flattert

2004-02-03 00:00:01 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (3) (Gelesen: 4787)
Das Flattern der Lenkung ist immer ein Zeichen dafür, dass der Zeitpunkt für das Nachstellen des Lenkgetriebes, wie im Abschnitt "Lenkung" beschrieben, verpasst worden ist. Man holt es schnellstens nach. Das beseitigt nicht nur das Flattern der Lenkung, sondern meist auch die nur schwer definierbaren Poltergeräusche im Vorderwagen beim Befahren unebener Fahrbahnen.
Eine weitere Möglichkeit für das Flattern der Lenkung kann sein, dass sich in dem einen oder anderen Vorderrad eine Unwucht eingestellt hat, die u.U. davon herrührt, dass ein Masseausgleichstück verloren gegangen ist. Ist das zu vermuten, lässt man möglichst gleich alle fünf Räder des Fahrzeugs wieder einmal auswuchten. Alle 10 000 km oder einmal jährlich sollte das sowieso geschehen.
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079 Fahrzeug `schwimmt`

2004-02-03 00:00:01 Geändert: 2010-03-18 08:26:06 (4) (Gelesen: 4784)
Bereitet es zunehmend Mühe, den Trabant mittels der Lenkung zu exaktem Geradeauslauf zu veranlassen, schaukelt er sich beim Überfahren von Fahrbahnunebenheiten regelrecht auf, "schwimmt" er bei Kurvenfahrten und will ausbrechen, ist es höchste Zeit, eine sofortige Überprüfung des Fahrwerks in die Wege zu leiten bzw. selbst vorzunehmen. Besonderes Augenmerk ist dabei auf lose Schraubverbindungen an Vorder- und Hinterachse, ausgeschlagene Spurstangenköpfe und defekte Stoßdämpfer zu richten.
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