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Reparaturhandbuch

Reparaturhandbuch P50/P60

Hierbei handelt es sich um die 4. verbesserte Auflage aus dem VEB Fachbuchverlag Leipzig von 1964 mit 286 teils mehrfarbigen Bildern und wurde von einem Autorenkollektiv des VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau verfasst.

3.7.1. Allgemeines

2009-07-28 15:07:57 Geändert: 2009-07-28 15:08:01 (1) (Gelesen: 6590)

Diese Vergaser sind Horizontal-Blockvergaser mit 28 mm Saugrohrweite. Das Vergasergehäuse ist mit dem Schwimmergehäuse ein organischer Block und weist einen horizontalen Saugkanal auf, wodurch eine genaue Niveaufestlegung bedingt ist. Die gesamte Belüftung wird aus dem zentralen Lufteinlass entnommen.
Der Vergaser 28 HB 1-1 kam bei Motoren mit Alfer-Zylindern zum Einsatz. Diese Motoren sind mit der Vorzahl 51 gezeichnet.


Bild M 101 a. Vergaser, Vorderansicht
(1) Schwimmergehäuse
(2) Starter-Luftdüse
(3) Leerlauf-Luftdüse für Drosselklappe
(4) Zerstäuber
(5) Anschlagschraube

Der Vergaser 28 HB 2-1 wird ab Motor-Nr. 51-59 761 eingebaut und unterscheidet sich vom 28 HB 1-1, der ab Motor Typ 50/1 einsetzte, durch anders angeordnete Haupt- und Leerlaufdüse sowie anders ausgebildeten Vorzerstäuber, Ausgleichsdüse und Schwimmerventil.
Der Vergaser 28 HB 2-2 wird in der gleichen Ausführung wie bisher (28 HB 2-1) eingebaut. Die 2 nach dem Strich besagt, dass jetzt beim 600 cm3 Motor der Vergaser mit einer 115er Hauptdüse bestückt ist.
Die Einstellung bleibt wie bisher.

Bild M 101 b. Vergaser, linke Seite
(1) Klemmschraube
(2) Leerlauf-Kraftstoffdüse
(3) Starter-Kraftstoffdüse
(4) Leerlaufgemisch-Regulierschraube


Bild M 101 c. Vergaser, rechte Seite
(1) Flansch
(2) Klemmschraube für Starterzug
(3) Startvergaser
(4) Hauptdüsen-Halteschraube

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3.7.2. Vergaser reinigen

2009-07-28 14:46:33 Geändert: 2009-07-28 14:46:37 (1) (Gelesen: 6590)

Zum Reinigen müssen alle zur Regulierung benötigten Teile ausgebaut werden.

  1. Von außen : Leerlaufdüse, Starter-Kraftstoffdüse und Hauptdüsenträger mit Hauptdüse.
  2. Von innen : nach Abnehmen des Schwimmergehäuse-Deckels im Schwimmergehäuse die Mischdüse mit kalibrierter Korrektur-Luftbohrung, die nur eingesteckt ist.
  3. Im Schwimmergehäuse-Deckel : das Schwimmernadelventil und der Schwimmer mit Achse.

Dann Kraftstoffablagerungen entfernen und Düsen reinigen. Am besten mit Pressluft durchblasen. Niemals harte Gegenstände verwenden. Eine Demontage des Vergasers vom Motor ist nicht notwendig. Sollte sie doch durchgeführt werden, so ist die Flanschdichtung von 1 mm Dicke zu erneuern.

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3.7.3. Leerlauf einstellen

2009-07-28 14:45:51 Geändert: 2009-07-28 14:45:54 (1) (Gelesen: 6572)
  1. Leerlaufdrehzahl durch Hineinschrauben der Drosselklappen-Anschlagschraube etwas erhöhen.
  2. Leerlaufgemisch-Regulierschraube hineinschrauben, dann 1 Umdrehung zurückdrehen. Langsam weiter herausdrehen, bis Motor rund läuft, jedoch nur bis zu 1½ Umdrehungen insgesamt.
  3. Drosselklappen-Anschlagschraube herausdrehen, bis gewünschte Leerlauf-Drehzahl eingestellt ist und eine gute Gasannahme beim Betätigen der Drosselklappe gewährleistet ist.
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3.7.4. Volllast einstellen

2009-07-28 14:45:19 Geändert: 2009-07-28 14:45:23 (1) (Gelesen: 6569)

Die Regulierung des Vergasers im normalen Betrieb beschränkt sich auf die Festlegung der Hauptdüsengröße und der Ausgleichsbohrung im Mischrohr. Der eingesetzte Lufttrichter sowie der Mittelzerstäuber sollen nicht verändert werden.

  1. Eine kleinere Hauptdüse senkt den Verbrauch, reduziert jedoch die Leistung. Eine zu sparsame Einstellung kann zur Überhitzung des Motors und zu Schäden führen.
    Eine zu kleine Hauptdüse erkennt man daran, dass der Motor im Vergaser knallt und die Kerzen weiß werden.
  2. Eine größere Hauptdüse kann eine Steigerung der Leistung zur Folge haben, wobei jedoch der Verbrauch steigt.
    Zu große Hauptdüse erkennt man daran, dass die Kerzen verrußen und an der Rauchbildung am Auspuff.
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3.7.5. Kraftstoffniveau einstellen

2009-07-28 14:44:36 Geändert: 2009-07-28 14:44:39 (1) (Gelesen: 6568)

Der Kraftstoffspiegel im Schwimmergehäuse soll 22 ± 1,5 mm unter der Gehäuseoberkante stehen. Die Regulierung geschieht durch Beilegen und Entfernen von Dichtringen unter das Schwimmernadelventil. Gemessen wird der Kraftstoffstand mit einem Niveau-Prüfgerät.

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