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Ratgeber Zweitaktmotoren

Ratgeber Zweitaktmotoren

Dieses Buch bietet spezielle Informationen zu allerlei Themen rund um Trabant-, Wartburg- und Simson-Zweitaktmotoren, die auch auf andere Zweitaktmotoren übertragbar sind.

4.17.03 Einstellmarkierungen

2007-10-16 23:13:16 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 12310)

Bild 4.44 Marken für die Zündeinstellung mit Stroboskop
1 Schmierfilz, 2 Nocken, 3 Zündmarke auf der Stirnfläche des Rotors, 4 Festmarke auf der Mitte des Kohlebürstenhalters (seit August 84 serienmäßig)

Zur Zündeinstellung mit dem Stroboskop sind Einstellmarkierungen erforderlich, die nachträglich angebracht werden müssen. Dabei ist wegen des geringen Durchmessers der rotierenden Teile sehr sorgfältig vorzugehen, um Ungenauigkeiten für die Zündeinstellung bei laufendem Motor zu vermeiden. Bei den ETZ-Motoren mit Drehstromlichtmaschine ist seit August 1984 serienmäßig eine Festmarke auf dem Kohlebürstenhalter (Pos. 1 im Bild 4.42) vorhanden. Fehlt diese Markierung, so ist in der Mitte des Bürstenhalters ein bis zum vorderen Rand führender Strich mit Lineal und Reißnadel anzubringen. Die U-förmige Halteklammer ist dazu aus dem Bürstenhalter abzuziehen. Mit Hilfe einer Messuhr (Bild 4.43) wird der Kolben auf 2,75 mm vor OT gestellt, dazu kann man die Kurbelwelle an der Schraube mit einem Gabelschlüssel SW 13 drehen. Genau gegenüber dem Strich auf dem Kohlebürstenhalter (Pos. 4 im Bild 4.44) wird die Stirnfläche des Rotors (Pos. 3) mit Lineal und Reißnadel gekennzeichnet. Die Kurbelwelle darf dabei nicht versehentlich verdreht werden. Mit Kreide oder weißer Farbe kann die Umgebung der Zündmarke (Pos. 3 im Bild 4.44) noch hervorgehoben werden, damit die Markierung bei laufendem Motor besser mit dem Stroboskop zu erkennen ist. Bei der Gleichstromlichtmaschine (6 V) eignet sich als Festmarkierung die Pluskohle. Auf der Stirnseite des Ankers zeichnet man die Zündpunktmarkierung genau gegenüber der Pluskohle unter Zuhilfenahme der Messuhr in der Zündkerzenbohrung (Bild 4.43) an.

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4.18 Zündung einstellen (mit Stroboskop)

2007-10-16 23:13:48 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (3) (Gelesen: 12288)

Das Stroboskop wird dazu in den Hochspannungskreis zwischen Zündkerzenstecker und Zündkerze über Adapter (gehört zum Gerät nach Bild 1.9) geschaltet. Der Kontaktabstand ist mit einer Fühllehre, wie bei der statischen Einstellmethode beschrieben, auf 0,3+ 0,1 mm einzustellen. Hat man ein Schließwinkelmessgerät (s. Bild 1.8) zur Verfügung, so erfolgt auch die Einstellung des Schließwinkels (und damit unmittelbar des Kontaktabstandes) bei laufendem Motor (etwa 1500 U/min). Das Schließwinkelmessgerät wird dazu so angeschlossen, wie im Bild 4.4 gezeigt. Da jedoch der Zündspulenanschluss 1 recht schwierig zugänglich ist, schließt man das Messgerät am besten am Leitungsanschluss des Kondensators (Pos. 6 im Bild 4.42) an. Bei richtiger Einstellung soll der Schließwinkel 127° bis 137° oder 35 bis 38% betragen.

Das Stroboskop wird eingeschaltet und auf die rotierende Zündmarke gerichtet, die stehend erscheint. Der Unterbrecherträger wird dann so weit vorgeschoben, bis sich die beiden Markierungen gegenüberstehen, so wie es im Bild 4.44 zu erkennen ist. Die beiden Befestigungsschrauben (Pos. 3 im Bild 4.42) sind dazu etwas zu lockern. Aufgrund des geringen Durchmessers der rotierenden Teile muss hier besonders genau gearbeitet werden.

Beachte: Die waagerechte Blickrichtung sollte auf jeden Fall eingehalten werden, um Prarallaxefehler, die schon bei geringen Unterschieden zwischen der Augenhöhe und der Höhe der Markierung auftreten können, zu vermeiden.

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4.19 Elektronische Zündanlage

2007-10-16 23:14:31 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (3) (Gelesen: 12271)

Seit Oktober 1986 rüstet MZ seine beiden Motorenbaumuster (125/150 cm3 und 250 cm3) mit einer kontaktlosen, elektronischen Zündung aus. Sie ist ganz ähnlich ausgeführt wie die am Trabant-Motor und arbeitet ebenfalls mit einem Hall-Schaltkreis, der einen Transistor ansteuert. Die vom Werk vorgenommene Einstellung bleibt während der Betriebsdauer des Motors unverändert. Korrekturen der Zündeinstellung entfallen also völlig. Sollten sie z. B. nach der Demontage des Motors dennoch notwendig werden, kann man die Einstellung statisch vornehmen. Man verfährt dabei so, wie für die Zündanlage mit mechanischem Unterbrecher (statische Methode) beschrieben. Zur Einstellung ist die Verstellplatte zu verdrehen (zwei Kreisringschlitze). Die Kontrolle kann auch mit dem Stroboskop erfolgen (s. Abschnitt "Einstellmarkierungen").

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4.20 Zündeinstellung an den Simson-Motoren

2007-10-16 23:15:15 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (3) (Gelesen: 12267)

Wegen des Magnetzünders gestaltet sich die Zündeinstellung hier grundsätzlich anders als an den bisher beschriebenen Batteriezündungen. Zunächst fehlt die eigene Spannungsquelle - die bordeigene Batterie. Um den Schaltpunkt des Kontakts dennoch genau überprüfen zu können, werden eine fremde Batterie (z. B. Flachbatterie einer Taschenlampe) und eine Prüflampe (Glühlampe einer Taschenlampe) und Leitungen benötigt (s. Bild 4.50). Da dem Unterbrecher die Wicklung der Primärspule (Pos. P im Bild 4.20) mit sehr kleinem Widerstand parallel geschaltet ist, würde eine mit Fremdbatterie zwischen Unterbrecher oder Zündspulenanschluss 1 (Bild 4.20) und Masse geschaltete Prüflampe ständig leuchten, und zwar ganz unabhängig davon, ob der Unterbrecher geöffnet oder geschlossen ist. Deshalb wird empfohlen, das Zuleitungskabel während der Zündeinstellung am Unterbrecher abzuschließen. Das ist bei der Einstellung mit Stroboskop nicht erforderlich. Weiterhin ist hier die Einstellung nach dem Abriss zu beachten. Wie bereits erwähnt, wird damit gewährleistet, dass der Zündfunke im Moment des höchsten Stromflusses in der Spule erzeugt wird und demzufolge seine höchste Intensität hat. Vor der Einstellung der Zündung ist der Zustand des Unterbrechers zu prüfen. Bei Verschleiß muss der Unterbrecher (s. Bild 4.2) ausgewechselt werden.

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4.21 Unterbrecher aus- und einbauen

2007-10-16 23:16:12 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 12268)

Bild 4.45 Demontage der Befestigungsmutter des Schwungmagneten
1 Knebel, 2 Fahrradkette mit 32 Gliedern


Bild 4.46 Abziehen der Schwungmagneten mit handelsüblicher Abziehvorrichtung


Bild 4.47 Grundplatte, Schwungmagnet abgezogen; Pfeile: Gehäuse- und Grundplattenmarke müssen gegenüberliegen
1 Unterbrecherzuleitung, 2 Befestigungsschraube des Unterbrechers, 3 Befestigungskrallen der Grundplatte, 4 Schmierfilz, 5 Zuleitungsanschluss am Kondensator, 6 Kurbelwellenzapfen, 7 Primärspule, 8 Nut zur Verstellung der Grundplatte mit Schraubendreher
Bild 4.48 Stellung von Nockental und Scheibenfedernut auf der gleichen Seite der Nabe des Schwungmagneten (ist an der Grundplatte mit oben liegendem Unterbrecher einsetzbar)

Zu diesem Zweck muss der Schwungmagnet abgezogen werden. Dazu benötigt man folgende Werkzeuge: Schraubendreher, Haltevorrichtung für den Schwungmagneten, Steckschlüssel SW 17, Abziehvorrichtung für den Schwungmagneten, Gabelschlüssel SW 17, 19 und 5,5. Im einzelnen geht man wie folgt vor:

  • Seilzughülle des Kupplungszuges aus dem Deckel aushängen.
  • Tachoantriebswelle abschrauben.
  • Drei Deckelschrauben mit Schraubendreher herausdrehen und Deckel abnehmen.
  • Mit Steckschlüssel SW 17 die Befestigungsmutter des Schwungmagneten abschrauben. Der Schwungmagnet (Bild 4.45) muss dabei festgehalten werden. Da ein Spezialwerkzeug (Halteband) kaum bereitstehen dürfte, eignet sich eine Fahrradkette mit einer Länge von 32 Gliedern, die an einem Knebel (s. Bild 4.45) befestigt ist. Das Kettenende am Knebel muss stets entgegen der Zugrichtung des Schwungmagneten liegen, je nachdem, ob die Befestigungsmutter gelöst oder befestigt werden soll. Die Kettenglieder umwickelt man mit Isolierband, damit eine bessere Haftung erreicht wird.
    Achtung: Zum Gegenhalten am Schwungmagneten darf keinesfalls ein Schraubendreher in die Aussparung gesteckt und an den Spulen festgeklemmt werden. Das würde zu Deformationen und später zum Schleifen der Spulenkerne am Schwungmagneten führen.
  • Handelsübliche Abziehvorrichtung in die Nabe des Schwungmagneten einschrauben und Schwungmagneten abziehen (Bild 4.46); mit Gabelschlüssel SW 19 hält man die Abziehvorrichtung fest und schraubt mit Gabelschlüssel SW 17 den Bolzen ein, bis sich der Schwungmagnet hörbar vom Kegel auf der Kurbelwelle löst.
  • Schwungmagnet abnehmen.
  • Grundplatte mit Spulen und Unterbrecher ist jetzt zugänglich (Bild 4.47).
  • Mutter der Zuleitung am Unterbrecher (Pos. 1 im Bild 4.47) mit Gabelschlüssel SW 5,5 abschrauben.
  • Befestigungsschraube (Pos. 2) entfernen und Unterbrecher abnehmen.

Beim Wiedereinbau, der in umgekehrter Reihenfolge vonstatten geht, ist folgendes zu beachten:

  • Zuleitung am Unterbrecher (Pos. 1 im Bild 4.47) zunächst nicht aufsetzen oder befestigen, dies geschieht erst nach der Zündeinstellung.
  • Schmierfilz mit drei bis vier Tropfen Spezialöl (s. Bild 4.26) benetzen und Schmiermittel einwalken.
  • Darauf achten, dass beim Aufsetzen des Schwungmagneten das Nockental (Bild 4.48) zum Unterbrecher gerichtet ist (Kurbelwelle vorher so drehen, dass die Scheibenfeder zum oben liegenden Unterbrecher zeigt). Außerdem muss die Scheibenfeder auf dem Kurbelwellenzapfen genau in die Nut des Schwungmagneten einrasten (keine Gewaltanwendung, damit die Anlaufnase des Unterbrechers nicht deformiert wird!).

Beachte: Zum Schwunglichtprimärzünder mit oben liegendem Unterbrecher gehört der Schwungmagnet mit Nockental und Scheibenfedernut auf der gleichen Seite (Bild 4.48).

Beim aufgesetzten Schwungmagneten ist zu prüfen, ob zwischen den Spulen auf der Grundplatte und dem Schwungmagneten der notwendige Luftspalt von 0,3 bis 0,5 mm vorhanden ist. Die Spulen dürfen keinesfalls am Schwungmagneten schleifen! Das kann jedoch nur dann passieren, wenn die Spulen locker auf der Grundplatte sitzen.

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4.22 Zündung einstellen nach Abriss

2007-10-17 20:48:47 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (3) (Gelesen: 12200)

Bild 4.49 Zündpunktmarkierungen auf dem Schwungmagneten und dem Motorgehäuse (Pfeile)


Bild 4.50 Überprüfung des Unterbrecher-Öffnungspunktes mit Batterie und Prüflampe
1 Gehäusemarke, 2 Zündpunktmarke auf dem Schwungmagneten, 3 abgeschlossene Zuleitung am Unterbrecher, 4 Leitungsende der Prüflampe durch den Ausschnitt der Schwungmagneten auf den Unterbrecheranschluss halten


Bild 4.51 Kontaktabstand verstellen
1 Befestigungsschraube des Unterbrechers, 2 Nut für den Schraubendreher


Bild 4.52 Kolben auf den Zündpunkt stellen OT oberer Totpunkt, ZP Zündpunkt

Seit April 1977 sind der Schwungmagnet, die Grundplatte und das Motorgehäuse der S-50-Motoren und deren Nachfolger so gekennzeichnet, dass die Zündeinstellung sehr einfach ist. Die Befestigungskrallen (Pos. 3 im Bild 4.47) wurden mit Serienanlauf des S 50 eingeführt und gestatten ein Verstellen der Grundplatte ohne Demontage des Schwungmagneten. Die Verdrehmöglichkeit der Grundplatte ist gegenüber der alten Schraubenbefestigung in Langlöchern sehr viel größer. Manchmal wird aus Unkenntnis die Zündung durch einfaches Drehen der Grundplatte verstellt. Dabei bleibt unbeachtet, dass das Abrissmaß auf diese Weise so verstellt wird, dass es weit außerhalb der Toleranz liegt. Schlechteres Startverhalten, Zündaussetzer, besonders bei hohen Drehzahlen, und verringerte Motorleistung können die Folge sein.

Sind Markierungen vorhanden, so müssen alle drei in einer Flucht liegen, die auf dem Schwungmagneten, der Grundplatte und dem Motorgehäuse (Pfeile in den Bildern 4.47 und 4.49). Die Übereinstimmung der Markierung auf der Grundplatte mit der auf dem Schwungmagneten gewährleistet einerseits automatisch das richtige Abrissmaß. Andererseits ergibt sich aus der Übereinstimmung der Markierung auf dem Schwungmagneten mit der auf dem Gehäuse (Bild 4.49) die richtige Kolbenstellung vor dem oberen Totpunkt. Für Korrekturen werden die beiden Befestigungskrallen (Pos. 3 im Bild 4.47) mit einem Schraubendreher gelöst und die Grundplatte so verdreht, dass alle drei Marken in einer Flucht liegen. Die Marke der Grundplatte erkennt man ohne Ausbau des Schwungmagneten durch den Spalt zwischen Motorgehäuse und Schwungmagnet (Bild 4.49) In dieser Stellung soll der Unterbrecher gerade zu öffnen beginnen.

Um den Öffnungspunkt des Unterbrechers genau überprüfen zu können, verwendet man eine Prüflampe mit Batterie oder den akustischen Durchgangsprüfer des "Autotest electric" (s. Bild 1.8). Wie man die Prüflampe anschließt, ist im Bild 4.50 skizziert. Auf den Unterbrecheranschluss (Pos. 4) drückt man das Leitungsende, indem man es durch den Ausschnitt im Schwungmagneten führt. Die Zuleitung (Pos. 3) ist dabei abgeschlossen. Bei Drehung des Schwungmagneten soll die Prüflampe in dem Moment verlöschen, in dem die Markierung auf dem Schwungmagneten (Pos. 2) mit der Gehäusemarke (Pos. 1 im Bild 4.50) übereinstimmt.

Zur Korrektur wird die Befestigungsschraube des Unterbrechers (Pos. 1 im Bild 4.51) gelöst und der Unterbrecher so verstellt, dass die Kontakte gerade bei Übereinstimmung der Marken 1 und 2 (s. Bild 4.50) öffnen, also die Prüflampe verlischt. Zur Verstellung ist im Unterbrecher ein Ausschnitt für den Schraubendreher vorhanden (Pos. 2 im Bild 4.51), den man als Hebel benutzt. Dann fährt man wie folgt fort:

  • Befestigungsschraube des Unterbrechers festziehen.
  • Zuleitung am Unterbrecher mit Hilfe von Spitzzange und Steckschlüssel SW 5,5 durch den Ausschnitt im Schwungmagneten anschließen (war der Schwungmagnet abgezogen, so kann er dazu abgenommen werden).
  • Schmierfilz mit 3 bis 4 Tropfen Spezialöl schmieren.
  • Schwungmagnet befestigen (analog Bild 4.45).

Empfehlung: Wurde ein neuer Unterbrecher eingebaut, ist die Zündeinstellung nach etwa 500 km zu korrigieren - der Anlaufhebel des Unterbrechers paßt sich dem Nocken an, so dass sich während dieser Fahrstrecke der Kontaktabstand verkleinert und der Zündzeitpunkt verschiebt. Eine grobe Überprüfung des Zündzeitpunktes ist provisorisch mit Hilfe eines dünnen Stanniolstreifens möglich. Diesen Streifen schiebt man zwischen die geöffneten Kontakte. Bei Übereinstimmung der beiden Marken (s. Bild 4.49) soll sich dieser dünne Stanniolstreifen gerade herausziehen lassen. Korrigiert wird dann auch der Kontaktabstand.

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4.23 Einstellen ohne Markierungen

2007-10-17 20:49:28 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 12194)

Bild 4.53 Abrissmaß bei Grundplatte mit oben liegendem Unterbrecher
1 Polschuh der Primärspule


Bild 4.54 Abrissmaß bei Grundplatte mit untenliegendem Unterbrecher und Primärspule; nach [7]

Dabei verfährt man wie folgt:

  • Zündpunkteinstellgerät in die Zündkerzenbohrung einschrauben (Bild 4.52) und Kolben auf den Sollwert des Zündzeitpunktes (nach Tafel 4.3) vor OT einstellen.
  • Befestigungskrallen der Grundplatte (Pos. 3 im Bild 4.47) lösen und Grundplatte so verdrehen, bis das Abrissmaß, wie in Bild 4.53 dargestellt, von 2,2 mm eingehalten wird; die Toleranz reicht von + 1,4 mm bis - 0,7 mm; das entspricht insgesamt einem Bereich von 1,5 mm bis 3,6 mm (bei älteren Grundplatten mit untenliegendem Unterbrecher und Primärspule beträgt das Abrissmaß 2 ± 2 mm (Bild 4.54).
    Beachte: Die Spule mit der Niederspannung für die Zündung (Primärspule) liegt immer in Drehrichtung vor dem Unterbrecher. Bei der Verdrehung der Grundplatte in die richtige Abrissstellung (Bilder 4.53 u. bzw. 4.54) muss der Schwungmagnet unverändert in der Zündpunktstellung (Tafel 4.3) verharren.
  • Befestigungskrallen anziehen.
  • Unterbrecher, wie zuvor beschrieben, mit Prüflampe und Batterie (s. Bild 4.50) so einstellen, dass die Kontakte gerade zu öffnen beginnen (die Lampe also verlischt).

Es müssen also zeitlich übereinstimmen

  1. der vorgeschriebene Zündzeitpunkt,
  2. das Abrissmaß (Bild 4.53 bzw. 4.54) und
  3. der Beginn der Kontaktöffnung.
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4.24 Einstellen der elektronischen Magnetzündanlage

2007-10-17 20:50:04 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (3) (Gelesen: 12205)

Bild 4.55 Elektronische Magnetzündanlage bei demontierten Schwungmagneten
1 Gehäusemarke des Zündzeitpunktes, 2 Marke auf der Grundplatte, 3 Befestigungskrallen, 4 Steuergeber, 5 Nut zum Verstellen der Grundplatte mit einem Schraubendreher. Pfeile: Die Markierungen an Gehäuse und Grundplatte müssen gegenüberliegen

Äußerlich erkennt man die elektronische Magnetzündung am rot lackierten Schwungmagneten. Auf seiner Nabe befindet sich kein Nocken. Da aber sowohl auf der Grundplatte als auch auf dem Motorgehäuse (Pfeile im Bild 4.55) und dem Schwungmagneten (Bild 4.49) Markierungen vorhanden sind, gestaltet sich die Einstellung sehr einfach: alle drei Markierungen müssen miteinander fluchten!

Fehlt die Gehäusemarke (Pos. 1im Bild 4.55), so ist der Kolben auf dem vorgeschriebenen Zündzeitpunkt (s. Tafel 4.3) zu stellen. Das geschieht mit Hilfe der eingeschraubten Messuhr nach Bild 4.52. Die Grundplatte wird jetzt bei etwas gelösten Befestigungskrallen (Pos. 3 im Bild 4.54) so verdreht, dass die Marke der Grundplatte (Pos. 2 im Bild 4.54) mit der Marke am Schwungmagneten (Bild 4.49) übereinstimmt. Dabei darf der Schwungmagnet jedoch nicht versehentlich bewegt werden. Zum Verdrehen der Grundplatte dient die Nut (Pos. 5 im Bild 4.54), in die ein Schraubendreher gesteckt und die Platte damit bewegt wird.

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4.25 Zündung einstellen (mit Stroboskop)

2007-10-17 20:50:34 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (3) (Gelesen: 12200)

Hierzu eignet sich z. B. das netzabhängige Stroboskop ZEG 1 N (s. Bild 1.9), das über Adapter zwischen Kerzenstecker und Zündkerze geschaltet wird.

Voraussetzung für die Einstellung sind Markierungen am Motorgehäuse und auf dem Schwungmagneten (Pfeile im Bild 4.49), die seit April 1977 serienmäßig vorhanden sind. Fehlende Markierungen lassen sich nachträglich anbringen; die Festmarke auf dem Motorgehäusesteg beispielsweise mit einem leichten Meißelhieb (s. Bild 4.49). Nachdem der Kolben mit Hilfe einer Messuhr (s. Bild 4.52) in Zündstellung entsprechend den Angaben nach Tafel 4.3 gestellt wurde, zeichnet man mit Reißnadel und Lineal den Schwungmagneten. Seine Kennzeichnung muss dabei genau gegenüber der zuvor angebrachten Gehäusekerbe liegen. Bei unterbrechergesteuerter Zündung ist das Abrissmaß nach Bild 4.53 bzw. Bild 4.54 bei untenliegendem Unterbrecher zu prüfen und zur Korrektur die Grundplatte entsprechend zu verdrehen. Bei der weiteren Einstellung verfährt man wie folgt:

  • Motor anlassen und mit mittlerer Drehzahl (rd. 3 000 U/min) laufen lassen.
  • Gehäusemarke anblitzen.
  • Zündmarke wird auf dem Schwungmagneten sichtbar, sie soll genau gegenüber der Gehäusemarke stehen (s. Bild 4.49).
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4.25.1 Kontaktgesteuerte Zündanlage

2007-10-17 20:51:15 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (3) (Gelesen: 12196)

Korrekturen sind hier durch Verändern des Kontaktabstandes möglich. Dazu ist der Motor anzuhalten und der Kontaktabstand durch den Ausschnitt im Schwungmagneten (s. Bild 4.51) entsprechend zu verändern.

Beachte: Steht die Zündmarke in Drehrichtung vor der Gehäusemarke, so ist der Kontaktabstand zu vergrößern, im umgekehrten Fall zu verkleinern.

Der Motor ist zur Kontrolle immer wieder in Gang zu setzen. Geringe Korrekturen (etwa 1 mm Abweichung der Markierung) können bei laufendem Motor durch Drehen der Grundplatte erfolgen. Die Befestigungskrallen (Pos. 3 im Bild 4.47) sind mit einem Schraubendreher etwas zu lockern und die gesamte Grundplatte zu verdrehen (dazu ist die Nut - Pos. 8 im Bild 4.49 - für den Schraubendreher vorgesehen). Die Grundplatte ist danach wieder zu befestigen.

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