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Ratgeber Zweitaktmotoren

Ratgeber Zweitaktmotoren

Dieses Buch bietet spezielle Informationen zu allerlei Themen rund um Trabant-, Wartburg- und Simson-Zweitaktmotoren, die auch auf andere Zweitaktmotoren übertragbar sind.

3.11.09 Vergaser aus- und einbauen

2007-09-07 17:55:24 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (2) (Gelesen: 7416)

Bild 3.85 Betätigung des Startvergasers
1 Startschiebergehäuse, 2 Kontermutter, 3 Stellschraube, 4 Startzughülle, 5 Gummischutzkappe
- 2 bis 3 mm Spiel der Startzughülle bei nicht betätigtem Startzug
Pfeil: Identifikation des Vergasertyps


Bild 3.86 Kolbenschieber ausbauen
1 Kolbenschieber, 2 Spannschraube des Klemmrings, 3 Leerlaufluftschraube, 4 Schieberanschlagschraube, 5 Mutter der Klemmschraube, 6 Schraube des Ansaugstutzens, 7 Isolierbeilage

Als Werkzeug benötigt man Gabelschlüssel SW 10/SW 13, Schraubendreher und Wasserpumpenzange. Beim Ausbau empfiehlt sich folgende Arbeitsfolge:

  • Kraftstoffhahn schließen und Kraftstoffschlauch abziehen.
  • Startschiebergehäuse (Pos. 1 im Bild 3.85) mit Gabelschlüssel SW 13 (ältere Ausführung SW 12) abschrauben und Startkolben komplett mit Seilzug aus dem Gehäuse herausnehmen.
  • Überwurfmutter des Kolbenschiebers abschrauben (bei Festsitz mit Wasserpumpenzange oder Schraubendreher als Handschlaghilfsmittel benutzen).
  • Kolbenschieber, wie Bild 3.86 zeigt, mit Teillastnadel nach oben herausziehen.
  • Spannschraube (Pos. 2 im Bild 3.86) des Klemmrings mit Schraubendreher lösen.
  • Mutter der Klemmschraube (Pos. 5) mit Gabelschlüssel SW 10 lösen.
    (Bei den Motorrädern MZ 250 haben die Vergaser keinen Klemmring, sondern sind mit zwei Schrauben M 6 am Ansaugstutzen festgeklemmt.)
  • Vergaser nach hinten vom Ansaugstutzen ziehen, zur Seite schwenken und nach vorn vom Ansaugschlauch abziehen.

Der Einbau des Vergasers erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, wobei folgendes besondere Beachtung verdient:

  • Vergaser bis zum Anschlag auf den Ansaugstutzen schieben, um Nebenluft mit Sicherheit auszuschließen.
  • Vergaser vor dem Anziehen der Klemmmutter (Pos. 5 im Bild 3.86) so ausrichten, dass er senkrecht zum Zylinder steht.
  • Stellung der Teillastnadel vor Einsetzen des Kolbenschiebers überprüfen.
  • Kolbenschieber samt Teillastnadel sehr vorsichtig einführen, Teillastnadel muss ohne Widerstand in die Nadeldüse im Vergaser gleiten. (Gewaltanwendung würde zum Verbiegen der Nadel und unweigerlich zu Funktionsstörungen führen!) Schräger Ausschnitt des Kolbenschiebers muss nach hinten gerichtet sein. Überwurfmutter des Kolbenschiebers nur mit der Hand anziehen.
  • Ansaugschlauch auf Dichtheit am gesamten Umfang prüfen; er darf keine Risse aufweisen.
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3.11.10 Kontrolle der Vergaserdüsen

2007-09-12 23:55:26 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 7341)

Bild 3.87 Vergaser mit abgebautem Schwimmergehäuse und Schwimmer
1 Leerlaufdüse, 2 Nadeldüse, 3 Hauptdüse, 4 Schwimmernadelventil, 5 Schwimmerachse

Die Düsenbestückung prüft man anhand der in Tafel 3.5 angegebenen Werte am ausgebauten Vergaser. Um welchen Vergaser es sich handelt, erkennt man an der Kennzeichnung am Vergasergehäuse (Pfeil im Bild 3.85; vergleiche mit den Angaben in der Tafel 3.6).

Um an die Düsen zu gelangen, sind Vergaser und Schwimmergehäuse abzubauen (3 Schlitzschrauben). Die Hauptdüse (Pos. 3 im Bild 3.87) ist in die Nadeldüse von unten eingeschraubt. Die Startdüse befindet sich schräg im abgenommenen Schwimmergehäuse. Haupt- und Startdüse sind genormte Düsen (s. auch Bild 3.21). Die Leerlaufdüse (Pos. 1 im Bild 3.87) lässt sich mit einem Schraubendreher herausschrauben. Sie ist seitlich gekennzeichnet (s.Tafel 3.5). Die Nadeldüse (Pos. 2 im Bild 3.87) kann ebenfalls aus dem Vergasergehäuse herausgeschraubt werden. Zur Unterscheidung ist die Nadeldüse seitlich gekennzeichnet (vgl. Tafel 3.5). Ausgebaute Teillastnadel und Nadeldüse sind im Bild 3.88 abgebildet. Bei Verschleiß an beiden Teilen (Pfeile im Bild 3.88) sollten Teillastnadel und Nadeldüse erneuert werden.

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3.11.11 Kennzeichnung der Teillastnadeln

2007-09-12 23:59:04 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 7330)

Bild 3.88 Nadeldüse mit zugehöriger Teillastnadel
1 Hauptdüse, 2 Nadeldüse, 3 Teillastnadel, 4 Halter der Teillastnadel
Die Pfeile zeigen auf die Verschleißstellen
Pfeil a Bohrung der Nadeldüse Pfeil b Kegel der Teillastnadel Pfeil c Befestigung (Kerben) der Teillastnadel

Seit Ende 1984 werden die Teillastnadeln für Motorradvergaser aus fertigungsbedingten Gründen neu gekennzeichnet. Weil es aber sehr wichtig ist, dass die richtige Teillastnadel im jeweiligen Vergaser verwendet wird, soll auf diese Kennzeichnung hier eingegangen werden. An die Stelle von Buchstaben und Zahlenbezeichnungen sind eingeschliffene Rillen getreten. Zum Beispiel entspricht der alten Kennzeichnung C3 die neue Kennzeichnung 2.5 A 511. Die passende Teillastnadel (s. Tafel 3.5) ist anhand der Kerben (a) und der Anzahl der Rillen (b) und (c) entsprechend Bild 3.89 einzusetzen. Als Ersatzteile werden nur noch Teillastnadeln mit der neuen Kennzeichnung gefertigt.

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3.11.12 Stellung der Teillastnadel

2007-09-13 00:00:03 Geändert: 2010-04-12 17:44:44 (2) (Gelesen: 7344)

Bild 3.89 Kennzeichnung der Teillastnadeln am Beispiel einer Nadel 2.5 A 512; nach [25]
a Anzahl der Kerben (5), b Anzahl der Kennzeichnungsrillen (1), c Anzahl der Kennzeichnungsrillen (2), d Schaftdurchmesser in mm (Nenngröße), A Teillastnadelform


Bild 3.90 Nadelhalter und Teillastnadel (links), rechts: Teillastnadel mit Nadelhalter im Kolbenschieber montiert; nach [25] A die Teillastnadel wird in der 4. Kerbe arretiert

Im weitaus größten Fahrbereich bestimmten Teillastnadel und Nadeldüse die Gemischzusammensetzung (Stellung III im Bild 3.83). Die Teillastnadel wird durch den Nadelhalter (Doppelplatte) im Kolbenschieber gehalten (Bild 3.90), mit dem man sie höher oder niedriger arretieren kann. Das Höherhängen bewirkt eine Gemischanreicherung im Teillastgebiet, das Tieferhängen eine Gemischabmagerung. In Tafel 3.5 sind die vom Hersteller empfohlenen Stellungen der Teillastnadeln enthalten. Während der Einfahrzeit wird die Teillastnadel eine Kerbe höher gehängt!

Beachte: Mitunter gibt es bezüglich der Teillastnadelstellung Unklarheiten, weil man nicht sicher ist, ob die Kerben von oben oder unten gezählt werden. Es wird immer von oben beginnend nach unten gezählt! Die Kerbe ist maßgebend, die im unteren Teil der Doppelplatte (Nadelhalter) eingreift (Pos. A im Bild 3 90).

Will man die Teillastnadelstellung verändern, muss man den Kolbenschieber aus dem Vergaser ausbauen. Nach dem Hochdrücken der Druckfeder können Teillastnadel und Nadelhalter vorsichtig nach oben heraus geschoben werden. Bei der Montage von Teillastnadel und Halter ist zu beachten, dass die Unterseite des Nadelhalters plan auf dem Boden des Kolbenschiebers aufliegt, bevor die Feder wieder auf den Nadelhalter drückt. Andernfalls kommt es zur Beschädigung der Teile.

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3.11.13 Schwimmersystem prüfen und einstellen

2007-09-13 00:00:47 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 7339)

Bild 3.92 Vorjustieren des Schwimmers am Nadeldüsenvergaser der MZ-Motorräder 1 Schwimmerzunge, 2 Anschlagzunge, E Einstellmaß zwischen Deckeldichtfläche (ohne Dichtung) und Schwimmeroberkante, H Maximalhub bei Berührung des Federstiftes der Schwimmernadel H = 34 mm Vergaser 22 und 24 N 1, H = 32 mm Vergaser 22 und 24 N 2, H = 33 mm Vergaser 30 N 2


Bild 3.91 Anordnung des Doppelschwimmers am Vergaser 26 N
1 Anschlaghebel, 2 Betätigungshebel
Der Pfeil zeigt auf den Anschlaghebel, auf dem sich bei den Schwimmern für die Vergaser 22 N 2 und 24 N 2 eine Wölbung befindet

Für das Prüfen und Einstellen des Schwimmersystems sind der Vergaser auszubauen und das Schwimmergehäuse abzunehmen (3 Schlitzschrauben). Die BVF-Motorradvergaser der N-Baureihe haben ein einheitliches Schwimmersystem. Auf die Bedeutung des Schwimmerstandes und seine Einstellung wurde bereits hingewiesen. Die an den Vergasern 22 und 24 N 2 verwendeten Schwimmer haben etwas andere Abmessungen. Man erkennt sie an der Wölbung am Anschlaghebel (Pfeil im Bild 3.91). Der Doppelschwimmer besteht aus Messingblech und ist auf der Schwimmerachse drehbar gelagert. Es werden zwei verschiedene Schwimmernadelventile verwendet: 15 für die Vergaser 22 N und 24 N und 20 für die Vergaser 26 N, 28 N und 30 N.

Die Montage des Nadelventils (SW 12} erfolgt ohne Dichtring im Gehäuse. Nur bei den Vergasern 22 N 1 und 24 N 1 wird das Nadelventil mit einem 1,5 mm dicken Dichtring montiert. Der Schwimmer ist dabei abzunehmen und die Schwimmerachse (Pos. 5 im Bild 3.87) heraus zu schieben. Die beiden Schwimmerkörper (Bild 3.91) müssen parallel zueinander stehen, wenn nicht, sind sie vorsichtig zu richten. Der Betätigungshebel (Pos. 2 im Bild 3.91) soll mit den beiden Haltestreben der Schwimmerkörper in einer Flucht stehen.

Über die Verschleißprüfung des Nadelventils wurde beim Trabant-Vergaser (s. Bild 3.32) ausführlich berichtet.

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3.11.14 Vorjustieren des Schwimmers

2007-09-13 00:01:19 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 7301)

Das Vorjustieren des Schwimmers erfolgt entsprechend Bild 3.92 mit einem Messschieber. Das Einstellmaß E beträgt 30 mm (29 mm beim Vergaser 22 und 24 N 2) zwischen Deckeldichtfläche und Schwimmeroberkante. Der Federstift des Nadelventils soll von der Schwimmerzunge gerade berührt werden (Pos. 1 im Bild 3.92). Stimmt das Maß E nicht, so erfolgt die Korrektur durch Richten der Schwimmerzunge. Das Einstellen des Maximalhubes (= Öffnungsweg) geschieht durch Richten der Anschlagzunge (Pos. 2 im Bild 3.92, Einstellwerte s. Bildunterschrift).

Abschließend ist zu prüfen, ob sich die Schwimmernadel leicht bewegen lässt und ob sie auch bei mehrmaligem Bewegen nicht hängen bleibt.

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3.11.15 Prüfen der Kraftstoffhöhe

2007-09-13 00:02:02 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 7291)

Bild 3.93 Prüfen des Kraftstoffniveaus mit Hilfe eines Glasgefäßes von 75 mm Innendurchmesser

Die Prüfmethode ist genau die gleiche, wie sie bereits im gleich lautenden Abschnitt für den Trabant-Vergaser beschrieben wurde. Man kann dafür entweder einen speziell präparierten Schwimmergehäusedeckel mit eingeklebter Sichtscheibe oder einfach ein oben ebenes Glasgefäß verwenden, das einen Innendurchmesser von 75 mm (Bild 3.93) hat.

Der Vergaser mit Schwimmer wird auf das Glasgefäß gestellt, so dass die Deckeldichtfläche genau auf dem Gefäßrand aufliegt. Das Maß für die richtige Kraftstoffhöhe markiert man am äußeren Glasrand mit einem dünnen Gummiring, der sich 14 bzw. 11 mm von der Glasoberkante befinden soll. Das Maß für das Kraftstoffniveau beträgt bei den Vergasern 22 und 24 N 2 11 ±1 mm und bei allen anderen BVF-Motorradvergasern 14 ± 1 mm (s. auch auch Tafel 3.5). Der Vorratsbehälter soll sich etwa 0,5 m über dem Kraftstoffspiegel im Gefäß befinden (geforderter Druck!). Wenn man das Glasgefäß auf eine ebene Unterlage stellt, kann der Zulauf über einen längeren Schlauch vom Kraftstoffhahn des Motorrads aus erfolgen. Zur Korrektur verschließt man den Zulauf und richtet die Schwimmerzunge vorsichtig. Ist der Kraftstoffstand zu hoch, muss die Schwimmerzunge nach oben gerichtet werden und umgekehrt.

Gleichzeitig kann die Dichtheit des Nadelventils geprüft werden, indem der Zulauf etwa 2 min geöffnet bleibt. Unveränderlicher Kraftstoffstand ist ein Indiz für die Dichtheit des Nadelventils.

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3.11.16 Startsystem prüfen

2007-09-13 00:02:42 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 7282)

Das Startsystem wird vom Hebel am Lenker betätigt. Bei geschlossenem Startsystem soll die Startzughülle 2 mm Spiel haben (Pos. 4 im Bild 3.85). Die Stellschraube (Pos. 3) ist nach Lösen der Kontermutter (Pos. 2) entsprechend einzustellen. Damit wird gewährleistet, dass die Feder den Startkolben (Pos. 3 im Bild 3.84) bis zum Anschlag nach unten drücken kann. Die unten am Startkolben angebrachte Gummidichtung (Pos. 2) verschließt dann das Startsystem. Der Startkolben muss leicht gleiten, und die Dichtscheibe muss in Ordnung sein. Um das prüfen zu können (Sichtkontrolle), schraubt man den Startschieber (SW 12 bzw. 13) aus dem Vergasergehäuse heraus. Solche Fehler wie Startzug schwergängig, Einstellung der Startzughülle falsch, Kolben verklemmt, Gummidichtung defekt führen zu erheblichem Mehrverbrauch. Zur einwandfreien Funktion müssen die Startdüse (Pos. 7 im Bild 3.84) fest im Schwimmergehäusedeckel eingeschraubt sein und die Größe stimmen (vgl.Tafel 3.5).

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3.11.17 Leerlaufeinstellung

2007-09-13 00:03:17 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 7280)

Die Regulierung des Leerlaufs geschieht mit Hilfe der Schieberanschlagsschraube (Pos. 4 im Bild 3.86) und der Leerlaufluftschraube (Pos. 3). Allerdings sind die Vergaser 22, 24 und 28 N 1 nicht mit einer solchen Schieberanschlagsschraube ausgerüstet; eingestellt wird hier mit der Stellschraube am Deckel des Kolbenschiebers.

Bei Vergasern mit Schieberanschlagschraube ist die Stellschraube an der Kolbenschieberverschraubung mit 1 bis 2 mm Spiel der Gaszughülle einzustellen. Die Leerlaufeinstellung hat auch Einfluss auf das Starten und Beschleunigen (Übergang) z. B. auf den Stadtfahrbetrieb. Vor dem Einstellen muss der Motor warm gefahren werden (5 bis 10 km je nach Witterung). Mit Seilzugstell- bzw. Schieberanschlagschraube (N 2-Vergaser) ist die Leerlaufdrehzahl auf 1 200 bis 1 500 U/min einzuregulieren (Drehzahlmesser). Das Motorrad soll bei der Einstellung möglichst waagerecht stehen.

Die Leerlaufluftschraube (Pos. 3 im Bild 3.86) wird bis zum Anschlag hineingedreht (keine Gewaltanwendung!). Der Motor erhält dadurch ein überfettetes Leerlaufgemisch und neigt zum Viertaktern. Das anschließende langsame Herausschrauben der Leerlaufluftschraube führt zur Anreicherung mit Luft und damit zur Abmagerung des Leerlaufgemisches. Es muss so langsam verstellt werden, dass sich der Motor der geänderten Gemischmenge anpassen kann. Diejenige Einstellung der Leerlaufluftschraube ist als günstig anzusehen, die eine maximale Leerlaufdrehzahl ergibt. Gegebenenfalls muss die Leerlaufdrehzahl auf 1 200 bis 1 500 U/min mit der Schieberanschlagschraube (Pos. 4 im Bild 3.86) bzw. Stellschraube am Kolbenschieberdeckel zurückgenommen werden. Obwohl zur Zeit noch nicht gesetzlich vorgeschrieben, ist es ratsam, eine schadstoffarme Leerlaufeinstellung mit Hilfe eines Abgastestgerätes in einer autorisierten Werkstatt durchführen zu lassen.

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3.12 Fehlermöglichkeiten an der Kraftstoffanlage

2007-09-13 00:03:41 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 7276)
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