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Whims von 1990

Whims von 1990

VEB Verlag Technik Berlin hat 1990 diese 8. Auflage bearbeitet. Die digitale Aufarbeitung ist das 2. Whims-Buch des TTLZ und erfolgte durch die freundliche Leihgabe von WW Trabi aus dem Pappenforum.

10.02.3. Gleichstromlichtmaschine, Reglerschalter und Zündanlassschloss prüfen

2006-11-28 21:27:26 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 19814)

Bei Störungen der Lichtmaschine oder des Reglerschalters kann die Fehlersuche nach folgenden Prüfmethoden vorgenommen werden:

Lichtmaschine prüfen

Diese Prüfung kann im eingebauten Zustand der Lichtmaschine ohne und mit Messmittel vorgenommen werden.

Prüfung ohne Messmittel

  • Leitung DF am Reglerschalter abklemmen (Pos. 4 im Bild 10.4) und kurz mit dem blanken Ende die Klemme 51 (rote Leitung - Pos. 1 im Bild 10.4) berühren. Hierbei muss eine schwache Funkenbildung sichtbar sein. Wenn nicht, liegt eine Unterbrechung in der Leitung bzw. in der Feldwicklung vor.
  • Leitung D+ (Pos. 3 im Bild 10.4) am Reglerschalter abklemmen und kurz mit dem blanken Ende die Klemme 51 berühren. Hierbei muss eine starke Funkenbildung sichtbar sein. Wenn nicht, sind die Kohlebürsten verschlissen oder klemmen im Bürstenhalter (Pos. 4 im Bild 10.3).

Funkt es in beiden Fällen, so ist die Lichtmaschine auf innere Funktion zu prüfen. Prüfung der inneren Funktion der Lichtmaschine mit Spannungsmesser (Messbereich 0 ... 30 V).
Leitungen D+ und D- vom Reglerschalter abklemmen und die beiden blanken Enden gleichzeitig an die Plusklemme eines Spannungsmessers legen, Minusklemme des Spannungsmessers mit Masse verbinden. Motor starten und auf mittlere Drehzahl bringen. Dabei wird die Lichtmaschine voll erregt und muss Spannung abgeben (> 10 V bei mittlerer Drehzahl).

Behelfsmäßige Prüfung ohne Spannungsmesser

Behelfsmäßig kann diese Prüfung auch mit einer defekten Zweifaden-Glühlampe (Biluxlampe) vorgenommen werden, bei der nur eine Glühwendel durchgebrannt ist. Hier wird die noch intakte Glühwendel wie der Spannungsmesser angeklemmt, also Leitung D+ und D- auf einer Klemme und die andere Klemme gegen Masse. Dabei kann es allerdings vorkommen, dass bei zu hoher Drehzahl die Glühwendel durchbrennt, da die Lichtmaschine voll erregt, aber nicht geregelt wird.

Lichtmaschinenprüfung durch Umkehr der Funktion

Eine weitere Prüfungsmöglichkeit, die Funktionsfähigkeit der Lichtmaschine festzustellen, besteht in der Umkehr ihrer Funktion, d. h. die Lichtmaschine nicht als Generator, sondern als Motor laufen zu lassen. Dazu sind folgende Arbeiten erforderlich:

  • Befestigungsschrauben der Lichtmaschine lockern und Keilriemen abnehmen.
  • Die Leitungen D+ und DF vom Reglerschalter abklemmen und gleichzeitig an Klemme 51 halten. Hierbei muss die funktionierende Lichtmaschine ruckfrei und gleichmäßig als Motor laufen.

Wenn aus vorgenannten Prüfungen hervorgeht, dass kein Durchgang D+ gegen Masse gegeben ist, d. h. die Prüfungen sind negativ, muss die Lichtmaschine zur weiteren Störungssuche ausgebaut werden (s. Abschnitt 10.2.4.).

Reglerschalter prüfen

Für die Prüfung der Leerlaufspannung wird ein Spannungsmesser (Messbereich 0 ... 10 V) benötigt.

  • Rote Leitung von Klemme 51 (Pos. 1 im Bild 10.4) abklemmen und isolieren (rote Leitung führt ständig Spannung!).
  • Spannungsmesser plusseitig an Klemme 51 des Reglerschalters, minusseitig an Masse anschließen.
  • Motor anlassen und auf mittlere Drehzahl bringen.
  • Leerlaufspannung messen, sie soll 7,2 ... 7,8 V betragen.

Defekte am Reglerschalter erkennt man auch daran, dass die Ladekontrolllampe beim Gasgeben verlischt, bei weiterer Drehzahlsteigerung zuerst glimmt und dann immer heller leuchtet Dies bedeutet, dass die Lichtmaschinenspannung zu hoch ist und nicht mehr geregelt wird In diesem Fall ist die Leitung DF vom Reglerschalter abzuklemmen und zu isolieren. Die Lichtmaschine ist damit außer Betrieb, und der für die Weiterfahrt erforderliche Strom wird aus der Batterie entnommen. Bei einer gut geladenen Batterie reicht die Batteriekapazität bei Tagfahrt bis zu 8 Stunden, bei Nachtfahrt ohne zusätzliche Verbraucher bis zu 2 Stunden. Eine Selbstreparatur bzw. Einstellung des Reglerschalters kann nicht vorgenommen werden.

Zündschloss prüfen

Glimmt die Ladekontrolllampe trotz festgezogener Klemmverbindungen und arbeitender Reglerkontakte weiter, ist das Zündanlasslenkschloss wie folgt zu prüfen:

  • Schwarze Leitung 15 vom Zündanlasslenkschloss abklemmen (die schwarz-weiß-blaue Leitung, die zu den Zündspulen führt, wird nicht mit abgeklemmt).
  • Motor starten und auf mittlere Drehzahl bringen.
  • Leitung 15 direkt an Klemme 30 des Zündschlosses halten. Erlischt hierbei die Ladekontrolllampe, ist das. Zündschloss defekt und muss ausgewechselt werden.
  • Erlischt die Ladekontrolllampe nicht bei dieser Prüfung, so liegt die Störung im Reglerschalter.
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10.02.4. Lichtmaschine ausbauen, demontieren und instand setzen

2006-11-28 21:27:26 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 19761)

Werkzeuge:
Gabel- Ringschlüssel SW 8, SW 13 bzw. 14, SW 19, Steckschlüssel SW 13 bzw. 14, Schraubendreher, Montiereisen

Lichtmaschine ausbauen

  1. Befestigungsschraube der Spannstrebe (hintere Schraube) lockern, Befestigungsschraube Spannstrebe-Lichtmaschine abschrauben.
  2. Muttern am Lichtmaschinenhalter abschrauben (Bild 10.6), Keilriemen abnehmen und Lichtmaschine nach vorn kippen.
  3. Deckel vom Anschlussstück abnehmen und Leitungsanschlüsse (Bild 10.5) durch Anheben der Klemmbügel herausziehen.
  4. Befestigungsschrauben herausziehen und Lichtmaschine abnehmen.

Bild 10.5. Anschlussklemmen der Gleichstromlichtmaschine
1 Klemme D+ (grün); 2 Klemme D- (braun); 3 Klemme DF (grün); 4 Klemmschraube für Stromschiene

Bild 10.6. Befestigungsschrauben der Gleichstromlichtmaschine
1 Befestigung an der Spannstrebe; 2 Befestigung am Haltebügel

Lichtmaschine demontieren

  1. Schlauchband lösen und Staubschutzkappe abnehmen. Befestigungsmutter am hinteren Lagerschild abschrauben.
  2. Mutter an der Riemenscheibe abschrauben und Riemenscheibe mit zwei Schraubendrehern oder Montiereisen abdrücken (nur erforderlich, wenn Kugellager defekt).
  3. Muttern am hinteren Lagerschild abschrauben, Zylinderschraube im Anschlussstück einige Umdrehungen lockern (Pos. 4 im Bild 10.5).
  4. Hinteres Lagerschild vorsichtig vom Polgehäuse abdrücken (auf Kohlebürsten achten) und abnehmen.
  5. Vorderes Lagerschild vom Polgehäuse trennen und wenn erforderlich mit Anker abnehmen.
  6. Anschlusslitzen der Kohlebürsten vom Halter abschrauben, Federn hochklappen und Kohlebürsten herausziehen.
  7. Teile reinigen.

Die Reinigung der demontierten Teile darf nur mit einem trockenen Lappen vorgenommen werden, festsitzender Schmutz ist abzukratzen.

Beachte:
Keinesfalls dürfen zur Reinigung Waschbenzin oder andere Lösungsmittel verwendet werden!

Lichtmaschine instand setzen

1. Kohlebürsten auf Verschleiß prüfen. Die Verschleißgrenze liegt bei 1/3 (etwa 6 mm) ihrer Originallänge. Die normale Lebensdauer liegt bei etwa 60 000 Fahrkilometern. Die Kohlebürsten müssen fettfrei und trocken sein, fettige Kohlebürsten müssen ausgewechselt werden.

2. Kohlebürsten in den gereinigten Bürstenhaltern leichtgängig einpassen. Das Einpassen darf jedoch nicht mit einer Feile vorgenommen werden. Hierfür genügt das Abziehen der Seitenflächen auf einem plan aufliegenden Stück Läppapier.

3. Bei Kugellagerschäden (für das Kugellager im vorderen Lagerschild wird ein Spezialabzieher benötigt), defektem Anker und unterbrochener Feldwicklung ist die Lichtmaschine zur Instandsetzung in eine Werkstatt zu geben.

Der Zusammen- und Einbau der Lichtmaschine erfolgt in umgekehrter Reihenfolge des Ausbaus und der Demontage unter Beachtung folgender Hinweise:

  • Kugellager leicht fetten.
  • Beim Aufsetzen des hinteren Lagerschildes Kohlebürsten zurückdrücken und über den Kommutator heben.
  • Die gabelförmig geschlitzte Stromschiene muss beim Aufsetzen des hinteren Lagerschildes die Schlitzschraube umfassen.
  • Auf richtige Lage der Staubschutzkappe (Öffnung zeigt zum Motor) achten.
  • Vor Einbau der Lichtmaschine diese auf Funktionsfähigkeit durch Anschluss mittels Hilfsleitungen an die Batterie prüfen. Dabei sind die Lichtmaschinenanschlüsse D+ und DF zu überbrücken und mit dem Pluspol der Batterie zu verbinden, der Lichtmaschinenanschluss D- wird an den Minuspol der Batterie geklemmt (s. auch Abschnitt 10.2.3.).
  • Keilriemen spannen und alle Befestigungsschrauben am Halter und an der Spannstrebe ordentlich festziehen.
  • Zündzeitpunkt prüfen (s. Abschnitt 2.7.2.2.).
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Meinungen zum Thema (1)

  • 2012-07-29 02:46:52
    Danke für die Info. Jetzt weiß ich, wie die Kabel angeschlossen werden. Es ist nämlich nichts beschriftet.

10.02.5. Drehstromlichtmaschine

2006-11-28 21:27:26 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 19751)
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10.02.5.1. Aufbau und Wirkungsweise

2006-11-28 21:27:26 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 19761)

Die Drehstromlichtmaschine (Bild 10.7) ist vom konstruktiven Aufbau her wartungsarm. Diese Eigenschaft wird in erster Linie erreicht durch

  • Wegfall elektrisch und mechanisch hoch belasteter Stromkommutierungs- und Stromübertragungssysteme, wie sie die Gleichstromlichtmaschine aufweist.
  • Einsatz von Halbleiterdioden zur Wechselstromgleichrichtung
  • Verwendung eines elektronischen Spannungsreglers, der im Gegensatz zum bisherigen elektromechanischen Spannungsregler keine dem mechanischen Verschleiß unterliegenden beweglichen Funktionselemente besitzt. Das ganze System ist weniger störanfällig als die Gleichstromlichtmaschine mit Reglerschalter. Die Leerlaufdrehzahl ist nahezu um die Hälfte niedriger als bei der Gleichstromlichtmaschine, so dass bereits bei Motorleerlauf elektrische Energie zur Verfügung steht.
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10.02.5.2. Störungen an der Drehstromlichtmaschine

2006-11-28 21:27:26 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 19753)

Störungen an der Drehstromlichtmaschine können wie bei der Gleichstromlichtmaschine am Verhalten der Ladekontrolllampe bzw. am Ladezustand der Batterie erkannt werden.

Art der Störung Mögliche Ursache Abhilfe
Ladekontrolllampe leuchtet bei ausgeschalteter Zündung Zündanlassschalter defekt Zündanlassschalter auswechseln
Leitungsbruch Diodenkurzschluss Leitungen überprüfen keine Selbsthilfe möglich
Ladekontrolllampe leuchtet beim Einschalten der Zündung nicht auf Zündanlassschalter defekt Ladekontrolllampe durchgebrannt Verbindungsleitung Ladekontrolllampe/Anschluss D+ unterbrochen Zündanlassschalter auswechseln Ladekontrolllampe auswechseln Verbindungsleitung prüfen, defekte Leitung auswechseln
  Masseschluss der Leitung zwischen Ladekontrolllampe und Drehstromlichtmaschine Leitung prüfen, defekte Leitung auswechseln
Unterbrechung im Erregerkreis, Masseverbindung zwischen Bürstenhalter und Schildlager, Regler defekt keine Selbsthilfe möglich
Ladekontrolllampe verlischt auch bei Drehzahlsteigerung nicht Keilriemen gerissen Keilriemen wechseln (s. Abschnitt 2.4.2.3.)
Dioden defekt, Stator hat Masseschluss, Phasenunterbrechung keine Selbsthilfe möglich
Ladekontrolllampe glimmt oder flackert während des Fahrbetriebes, verlischt bei Drehzahl- oder Belastungsänderung starke Bürstenabnutzung, Windungsschluss am Rotor oder Stator, Phasen- oder Masseschluss, Dioden defekt, keine Selbsthilfe möglich
Unterbrechung der Ladeleitung Ladeleitung prüfen, defekte Leitung auswechseln
Batterie überladen (Säuregeruch, extrem helles Licht, unter Umständen Durchbrennen der Halogenlampen) Regler defekt Unterwegshilfe: Verbindungsleitung vom Regler zur Drehstromlichtmaschine von Klemme D + abziehen (kurze Leitung im Bild 10.8)
zu hoher Übergangswiderstand der Masseverbindung zwischen Bürstenhalter und Schildlager oder der Regleranschlüsse keine Selbsthilfe möglich

Wie aus den Hinweisen für Abhilfe bei Störungen an der Drehstromlichtmaschine hervorgeht, ist hier keine Selbsthilfe oder Reparatur möglich. Defekte Drehstromlichtmaschinen sind grundsätzlich einer Vertragswerkstatt zur Instandsetzung zu übergeben.

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10.02.5.3. Betriebsvorschriften nach Angaben des Herstellers VEB Elmo Großenhain

2006-11-28 21:27:26 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 18626)
  • Das System Drehstromlichtmaschine/Regler darf grundsätzlich nur mit angeschlossener Batterie betrieben werden. Ein Trennen der Batterie vom Bordnetz bei laufendem Motor ist nicht zulässig.
  • Bei stehendem Motor und eingeschalteter Zündung tritt keinerlei Beschädigung an Drehstromlichtmaschine oder Regler auf, die thermische Belastung durch den von der Ladekontrollleuchte begrenzten Strom ist vernachlässigbar klein.
  • Beim Austausch oder Einbau der Batterie ist unbedingt auf richtige Polarität zu achten, da anderenfalls sofort die Gleichrichterdioden der Drehstromlichtmaschine zerstört werden.
  • Beim Nachladen der Batterie im eingebauten Zustand sind bei Verwendung von Ladegeräten, die den allgemeinen Sicherheitsvorschriften genügen, keine zusätzlichen Maßnahmen erforderlich. Das Abnehmen des Minuskabels von der Batterie ist nur als Sicherheitsmaßnahme zu werten.
  • Ein Prüfen auf anliegende Spannung durch Berühren des Massepotentials mit einer Spannung führenden Leitung ist nicht zulässig. Derartige Kontrollarbeiten sind mit Messgeräten durchzuführen (Verbindungsleitungen sind fest anzuschließen).
  • Für Isolationsprüfungen im Fahrzeug dürfen nur Prüfgeräte mit einer Gleichspannung bis 20 V verwendet werden. Dabei ist die Verbindung D+ zwischen Drehstromlichtmaschine und Regler zu lösen. Ein Einsatz von Kurbelinduktoren ist nicht zulässig. Bei Elektroschweißarbeiten, am Fahrzeug ist die Verbindung D+ zwischen Drehstromlichtmaschine und Regler zu lösen (Bild 10.8).
  • Schnellladegeräte dürfen nur dann als Anlasshilfe eingesetzt werden, wenn die Drehstromlichtmaschine mit der Batterie elektrisch verbunden ist.
  • Die Drehstromlichtmaschine ist grundsätzlich mit der serienmäßig verwendeten Staubschutzkappe zu betreiben.
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10.02.5.4. Wartung

2006-11-28 21:27:26 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 18621)
Bei den turnusmäßigen Wartungs- und Pflegearbeiten am Fahrzeug sind der Festsitz aller Befestigungsschrauben der Drehstromlichtmaschine - besonders der Halterung am Motorblock - und die Keilriemenspannung zu kontrollieren. An der bisherigen Keilriemenspannung (10 mm Durchdrückung) hat sich nichts geändert. Bei Pflege- und Wartungsarbeiten im Motorraum, an der Vorderachse sowie bei Konservierungsarbeiten am Fahrzeugboden ist die Drehstromlichtmaschine durch geeignete Abdeckung vor dem Eindringen von Pflege- und Konservierungsmitteln zu schützen. Auch ist das Besprühen der Lichtmaschine mit direktem Wasserstrahl zu vermeiden.
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10.03 Anlasser (12 Volt)

2006-12-02 17:12:16 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 18601)
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10.03.1. Wirkungsweise des Anlassers

2006-12-02 17:12:16 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 18609)
Der Anlasser (Bild 10.9) ist ein Gleichstrom-Reihenschlussmotor mit einer Leistung von 0,6 kW. Er hat die Aufgabe, den Motor auf die so genannte Anlassdrehzahl zu bringen. Dies geschieht durch Hineindrücken des Zündschlüssels und Drehen bis zum Anschlag. In dieser Schaltstellung wird dem Zugmagneten Strom zugeführt und das Anlasserritzel zum Einspuren mit dem Zahnkranz des Schwungrades gebracht. Im Moment des Einspurens dreht sich der Anlasser, bis der Motor anspringt und der Zündschlüssel losgelassen wird.
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10.03.2. Störungen am Anlasser

2006-12-02 17:12:16 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 18597)
Art der Störung Ursache Abhilfe
Anlasser arbeitet nicht, kein Klicken des Zugmagneten zu hören Stromkreis Klemme 50 unterbrochen, d. h. Leitungsbruch oder Leitung am Zündschalter bzw. Anlasser lose Anschlüsse kontrollieren
Zündschalter defekt Leitung 50 am Zündanlassschalter und Leitung 30 mit Schraubendreher überbrücken; arbeitet der Anlasser, muss Zündanlassschalter gewechselt werden
Zugmagnet defekt Zugmagnet auswechseln
Ritzel klemmt auf der Ankerwelle Anlasser auswechseln bzw. reparieren lassen
Anlasser arbeitet nicht, Zugmagnet klickt beim Einschalten Kohlebürsten klemmen oder abgenutzt Anlasser auswechseln bzw. reparieren lassen
Anlasseranker defekt, Ritzel spurt nicht ein Gratbildung am Ritzel oder Zahnkranz Zahnkranz auswechseln
Einrückgabel am Zugmagneten nicht eingehängt, Lagerbolzen für Einrückgabel fehlt Anlasser auswechseln bzw. reparieren lassen
Anlasser läuft zu langsam. Batterie entladen Batterie laden
bleibt nach Einspuren des Ritzels stehen Anschlüsse lose oder defekt Klemmen und Anschlüsse kontrollieren
Leitungen werden örtlich heiß Anlasserleitungen haben zu großen Spannungsabfall Leitungen kontrollieren
Ankerwicklung defekt Anlasser auswechseln bzw. reparieren lassen
vordere Lagerbuchse verschlissen Anlasser auswechseln bzw. reparieren lassen
Antriebsritzel spurt nach Anspringen des Motors nicht aus Freilauf klemmt Rückzugfeder gebrochen Motor aus, Anlasser ausbauen und reparieren lassen.
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