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Whims von 1990

Whims von 1990

VEB Verlag Technik Berlin hat 1990 diese 8. Auflage bearbeitet. Die digitale Aufarbeitung ist das 2. Whims-Buch des TTLZ und erfolgte durch die freundliche Leihgabe von WW Trabi aus dem Pappenforum.

02.6.1. Kraftstoffhahn ausbauen und zerlegen

2006-09-13 19:30:10 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 20189)

Ein Ausbau wird notwendig, wenn

  • der Kraftstoffbehälter gesäubert werden soll
  • alle Filter im Kraftstoffhahn gesäubert werden müssen
  • die Dichtungsscheibe im Kraftstoffhahn zu erneuern ist.

Arbeitsgänge:

  1. Kraftstoffhahn schließen, Kraftstoffschlauch am Vergaser abschrauben, Kraftstoff über diesen Schlauch nach Öffnen des Kraftstoffhahnes bis "Reserve" in einen Kanister entleeren.
  2. Bei Fahrzeugen mit Kraftstoffhahn-Fernbedienung, Fernbedienung am Kraftstoffhahn aushängen.
  3. Kraftstoffbehälter nach Lösen von zwei Spannschrauben M 8 abheben.
  4. Anschlussmutter mit Gabelschlüssel SW 19 bei gleichzeitigem Gegenhalten mit einem zweiten Gabelschlüssel SW 17 am Sechskant des Kraftstoffhahnes vom Behälter lösen und Kraftstoffhahn abschrauben (Dichtring beachten!). Am ausgebauten Kraftstoffhahn ist nunmehr das obere Filter frei zugängig.
  5. Filterglocke vom Kraftstoffhahn abschrauben, danach kann das untere Filter mit einem Schraubendreher herausgeschraubt werden.
  6. Filter mit Waschbenzin reinigen und wieder einsetzen.
  7. Druckplatte für Betätigungshebelabschrauben und Betätigungshebel abnehmen, somit kann die Dichtscheibe aus Kork kontrolliert werden. Bei verquollenen oder verquetschten Durchgangslöchern, die in den Stellungen "Auf" und "Reserve" des Kraftstoffhahnes die erforderliche Durchflussmenge reduzieren, muss die Dichtscheibe ausgewechselt werden.
  8. Dichtscheibe aus Kork mit Silikonöl NM 1-50 einsetzen.
  9. Bei der Montage der Druckplatte sind die zwei Schrauben gleichmäßig wechselseitig anzuziehen, bis sich der Betätigungshebel leicht saugend bewegen lässt.
  10. Unteres Filter einschrauben und Filterglocke aufschrauben. Beachte:
    Nicht fester als zur Abdichtung nötig anziehen, um Zerstörung zu vermeiden!
  11. Kraftstoffhahn wieder in den Kraftstoffbehälter schrauben. Dabei ist zu beachten: '
    • Kraftstoffhahn hat Links-, Kraftstoffbehälter Rechtsgewinde. Bund der Anschlussmutter muss zum Behälter zeigen.
    • Beim Festziehen der Anschlussmutter ist unbedingt mit zwei Gabelschlüsseln (SW 17 und SW 19) zu arbeiten, wobei mit dem Gabelschlüssel SW 17 am Sechskant des Kraftstoffhahnes gegen gehalten und dabei gleichzeitig dessen Einbaulage fixiert wird.
    • Ohne Fernbedienung zeigt der Betätigungshebel gerade in den Fahrzeuginnenraum.
    • Mit Fernbedienung durch biegsame Welle ist der Betätigungshebel um 90° zur Fahrzeuglängsachse in Fahrzeugmitte gedreht.
    • Mit Fernbedienung durch starre Welle ist der Betätigungshebel etwa 15° zur Fahrzeuglängsachse in Richtung Spritzwandmitte gedreht.
  12. Kraftstoffbehälter einbauen, dabei ist auf gleichmäßiges Anziehen beider Spannschrauben zu achten; die Fernbedienung ist vor dem Anziehen einzuhängen. Kraftstoffschlauch anschrauben.
  13. Spritzgummi auf richtigen Sitz kontrollieren, um Durchgang der Betätigungswelle durch die Spritzwand nicht zu behindern.
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02.6.2. Filterglocke und unteres Filter reinigen

2006-09-13 19:30:10 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 20149)

Das Reinigen der Filterglocke und des unteren Filters sollte regelmäßig in Abständen von 5 000 Kilometern erfolgen, da sich hier erfahrungsgemäß Schmutz und Wasser am meisten absetzen. Ein stark verschmutztes Filter (Sieb) kann unter Umständen im Volllastbetrieb zur Überhitzung des Motors (Kraftstoffmangel) und damit zu Kolbenklemmern führen bzw. macht sich schon im unteren Drehzahlbereich durch schlechte Beschleunigung bemerkbar.

Der Aus- und Einbau sowie die Reinigung werden wie folgt vorgenommen:

  • Kraftstoffhahn schließen.
  • Filterglocke mit der Hand von Kraftstoffhahn abschrauben. Sehr fest sitzende Filterglocken sind vorsichtig (Plastgehäuse!) mit einer Wasserpumpenzange zu lösen.
  • Filter mit Schraubendreher herausschrauben.
  • Filterglocke und Filter in sauberem Waschbenzin reinigen.
  • Kraftstoffhahn kurz öffnen, um Schmutz aus dem Inneren herauszuspülen und dabei freien Durchfluss prüfen.
    Beachte:
    Auslaufenden Kraftstoff in einem Gefäß auffangen und nicht auf den Boden laufen lassen!
  • Filter einschrauben und Filterglocke mit der Hand anschrauben und festziehen.
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02.6.3. Undichtheiten am Betätigungshebel

2006-09-13 19:30:10 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 20145)

Durch Nachziehen der beiden Schrauben kann eine bessere Dichtheit erreicht werden. Wird keine Besserung festgestellt, ist eine Kontrolle der Dichtscheibe aus Kork und der Andrückflächen im Kraftstoffhahngehäuse und am Betätigungshebel erforderlich. Dazu sind die Arbeiten nach Abschnitt 2.6.1. erforderlich.

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02.6.4. Kontrolle des Kraftstoffschlauches

2006-09-13 19:30:10 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 20145)

Fahrzeuge mit Kraftstoff-Momentanverbrauch-Anzeige.
Mit Einführung der Kraftstoff-Momentanverbrauch-Anzeige wurde der mit Drahtgeflecht ummantelte Kraftstoffschlauch durch einen Gummischlauch ersetzt.
Es ist auf Festsitz der Schraubverbindung am Kraftstoffhahn, am Kraftstoffbehälter (Entlüftungsleitung) und am Vergaser zu achten.
Weiterhin ist der aufgesteckte Kraftstoffschlauch am Verteilerstück zur Entlüftungsleitung - und am Geber zu kontrollieren.
Die Schlauchverlegung ist nicht zu verändern, da dies zu gestörtem Kraftstoffdurchfluss im Reservebereich führt.
Mängel am Geber der Kraftstoff-Momentanverbrauch-Anzeige können nur in einer Spezialwerkstatt behoben werden.

Fahrzeuge ohne Kraftstoff-Momentanverbrauch-Anzeige
Neben der Kontrolle des Festsitzes der Schraubverbindung am Kraftstoffhahn und am Vergaser ist der Kraftstoffschlauch auf Scheuerstellen an der Befestigung am Radkasten und am Durchgang unterhalb des Axiallüfters zu kontrollieren.
Ist der Kraftstoffschlauch an irgendeiner Stelle defekt, ist er unbedingt durch einen neuen zu ersetzen.
Abtropfender Kraftstoff kann Ursache für einen Fahrzeugbrand werden!
Da die Alu-Dichtringe an den Hohlschrauben sowohl am Kraftstoffhahn wie auch am Vergaser in der Regel durch das Anziehen verdrückt sind, ist bei Montage die Verwendung neuer Dichtringe zu empfehlen.

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02.7. Zündanlage

2006-09-13 22:01:18 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 20148)

Die an die Erfordernisse des Trabant-Motors angepasste Zündanlage sorgt dafür, dass der zündende Funke im richtigen Moment - dem Zündzeitpunkt — zwischen den Elektroden der Zündkerze überspringt.
Ob der Motor gut, schlecht oder gar nicht anspringt, ob er sparsam im Verbrauch ist oder ob er statt 4 200 U/min nur bis 3 900 U/min dreht, das alles hängt mit vom Zustand der Zündanlage ab.
1985 wurde eine dem technischen Stand entsprechende und auf den Zweizylinder-Zweitaktmotor abgestimmte elektronische Batterie-Zündanlage - kurz EBZA genannt - eingeführt. Diese EBZA ist jedoch nur für 12-Volt-Bordspannung geeignet. Trabant-Fahrzeuge mit 12-Volt-Bordspannung können auf die EBZA umgerüstet werden (siehe Abschnitt 2.7.3.).

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02.7.1. Funktion und Wirkungsweise

2006-09-13 22:01:18 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 20460)

Bei der konventionellen Zündanlage öffnet und schließt ein mit der Kurbelwelle über einen Fliehkraftversteller verbundener Nocken zwei Unterbrecherkontakte. Die EBZA ist dagegen eine kontaktlose, Transistor gesteuerte Spulenzündanlage, bei der die Schließ- und Zündwinkel elektronisch bestimmt und die Zündspulen durch eine Transistor-Leistungsstufe wechselweise ein- und ausgeschaltet werden.
Die wesentlichsten Bauteile wie Zündspulen, Zündkerzen und Unterbrechergehäuse sind für beide 12-Volt-Zündanlagen gleich. Die EBZA arbeitet völlig wartungs- und verschleißfrei. Eine genaue Zündeinstellung garantiert die Konstanz der beiden Zündzeitpunkte über die gesamte Nutzungsdauer der Kurbelwelle.

Bauteile der Zündanlage und ihre Funktion

Zündspule. Zündspannungsquelle, funktioniert als Transformator. Die Bordspannung wird von 6 oder 12 Volt auf 15 000 bis 20 000 Volt hochtransformiert und gibt zum Zünjdzeitpunkt einen Hochspannungs-Stromstoß an die Zündkerze ab.

Zweihebel-Unterbrecher. Werden durch einen Nocken gesteuert. Schließen und unterbrechen den Primär-Stromkreis der Zündspule bei laufendem Motor und lösen dadurch die Zündimpulse aus.

Kondensator. Nimmt primärseitige Spannungsspitzen auf und reduziert dadurch die Verschleiß fördernde und Leistungsmindernde Funkenbildung an den Unterbrecherkontakten. Fliehkraftversteller. Liegt hinter der Unterbrechergrundplatte im Gehäuse und verstellt über den Nocken den Zündzeitpunkt oberhalb des Leerlaufes in Richtung Frühzündung. Geber der EBZA. Nutzung des elektromagnetischen Hall-Effektes, d. h. Beeinflussung eines Stromflusses durch ein äußeres Magnetfeld. Das aus der Magnetfeldänderung erzeugte elektronische Signal wird entsprechend verstärkt und geformt.

Steuerteil der EBZA. Pegelauswertung in einem speziellen Hybrid-Schaltkreis, der wechselweise die Leistungsstufe jedes Zylinders ansteuert.

Zündkerze. Thermisch, chemisch und mechanisch hoch beanspruchtes Bauteil. Entzündet das verdichtete Kraftstoff-Luft-Gemisch mit einem Zündfunken zwischen den Kerzenelektroden. Zündschloss (Zündanlasslenkschloss). Mit Betätigung des Zündschlüssels wird die Spannung aus dem Bordnetz (Klemmen 30 und 15 werden miteinander verbunden) zur Zündspule (Klemme 15) geleitet, bzw. es wird die Spannungszuführung unterbrochen.

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02.7.2. Zündung einstellen

2006-09-13 22:01:18 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 20457)

Werkzeuge, Prüf- und Messmittel:
Schraubendreher, Steckschlüssel, SW 7, Spreizvorrichtung, Fühllehre 0,4 mm, Messuhr (Bild 15.41) oder Stroboskop, Hilfsvorrichtung zur Zündzeitpunkteinstellung (Bild 15.12), Kontrolllampe. Außerdem speziell für EBZA: Spannungsmesser mit Messbereich von 0. . . 15 Volt Gleichspannung (Vielfachmesser oder PU 140).

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02.7.2.1. Kontaktabstand der Unterbrecher einstellen

2006-09-13 22:01:18 Geändert: 2009-06-10 20:48:30 (2) (Gelesen: 20451)

Arbeitsgänge:

1. Zündkerzenstecker abziehen und Zündkerzen herausschrauben.

2. Deckel vom Unterbrechergehäuse abnehmen.

3. Spreizvorrichtung (Bild 14.17) aufstecken, dabei auf richtigen Sitz der Zapfen in den Nuten des Nockens achten. Spreizvorrichtung exakt auf dem Sechskant des Fliehkraftverstellers mit der Befestigungsschraube festklemmen.

4. Außenring der Spreizvorrichtung nach rechts bis zum vollen Anschlag der Fliehgewichte verdrehen und in dieser Stellung festklemmen (Klemmschraube darf nicht im Langloch anschlagen).

5. Messuhr mit Führungsstück und Taster (Bild 15.41) in das Kerzengewinde des einzustellenden Zylinders einschrauben und Kolben auf oberen Totpunkt stellen.

6. Kontaktabstand mit Fühllehre prüfen und wenn erforderlich auf 0,4 mm einstellen.

7. Kontaktabstand einstellen. Dazu ist die Klemmschraube des jeweiligen Unterbrechers zu lockern (Pos. 6 im Bild 2.81) und durch Verdrehen der Exzenterschraube (Pos. 10 im Bild 2.81) der Kontaktabstand auf 0,4 mm mit der Fühllehre einzustellen (Bild 2.82); die Fühllehre muss sich dabei leicht zwischen die Kontakte schieben lassen. Nach dem Festziehen der Klemmschraube ist der Kontaktabstand nochmals nachzuprüfen. Steht keine Messuhr zur OT-Einstellung des Kolbens zur Verfügung, so kann die OT-Lage des Kolbens auch mit einem Schraubendreher oder einem ähnlichen Gegenstand ermittelt werden.
Eine weitere Möglichkeit ist die Einstellung des Kontaktabstandes an der Stelle, an der durch Drehen der Kurbelwelle der Nocken des Fliehkraftverstellers die Kontakte am weitesten öffnet.

Bild 2.81. Grundplatte komplett
1 Nocken; 2 Kondensator; 3 Schmierfilz; 4 Unterbrecher für Zylinder 1; 5 Unterbrecher für Zylinder 2; 6 Unterbrecherbefestigungsschrauben; 7 Befestigungsschrauben der Grundplatte; 8 Grundplatten-Arretierungsschraube; 9 Segment-Befestigungsschrauben; 10 Exzenterschrauben

Bild 2.82. Kontrolle des Unterbrecherkontaktabstandes

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02.7.2.2. Zündzeitpunkt kontrollieren und einstellen (Zweihebel-Unterbrecheranlage)

2006-09-13 22:01:18 Geändert: 2009-06-10 20:50:51 (2) (Gelesen: 20450)

Auf Grund der in den vergangenen Jahren vorgenommenen Veränderungen am Motor, speziell im Zusammenhang mit der Einführung der Vergaser 28 HB4-1 und 28 H 1-1 (s. auch Abschnitt 2.5.2.3.), gibt es für die Einstellung der Zündung entsprechend unterschiedliche Zündzeitpunkte, die aus dem auf Bild 2.83 dargestellten Zündzeitpunkt-Diagramm ersichtlich sind.

Arbeitsgänge:

  1. Keilriemenspannung prüfen, wenn erforderlich, nachspannen (s. auch Abschnitt 2.4.2.4.). Für das Nachspannen sind alle Schrauben der Lichtmaschinenbefestigung am Halter und der Spannstrebe zu lockern und nach dem Spannen des Keilriemens wieder ordentlich festzuziehen (Anschraubmoment für Lichtmaschinenhalterung 19,6 N • m, s. Tafel 2.4.). Bewährt hat sich das Kontern der beiden Schrauben am Halter der Gleichstromlichtmaschine durch je eine zusätzliche Mutter.
  2. Zündzeitpunkt des 1. Zylinders (Getriebeseite) prüfen und einstellen:
    • Messuhr in die Zündkerzenbohrung des 1. Zylinders einschrauben, Kolben durch Drehen der Kurbelwelle am Axiallüfter auf oberen Totpunkt und Skala der Messuhr auf Null stellen.
    • Prüflampe mit einem Kontakt an Unterbrecher des 1. Zylinders (Pos. 4 im Bild 2.81) . oder an Klemme 7 der Zündspule des 1. Zylinders (Bild 2.92) und mit dem anderen an Masse anklemmen.
    • Zündung einschalten, Kurbelwelle etwa eine halbe Umdrehung entgegen dem Uhrzeigersinn am Axiallüfter drehen, dann im Uhrzeigersinn drehen, bis die Prüflampe aufleuchtet. Dieser Moment ist der Zündzeitpunkt, der mit dem vorgeschriebenen Wert zu vergleichen ist. ,
    • Stimmt der angezeigte Wert nicht, so ist der Zündzeitpunkt durch Verdrehen der Grundplatte auf den vorgeschriebenen Wert mit der Messuhr (Bild 2.84) einzustellen. Dazu sind die Arretierungsschraube (Pos. 8 im Bild 2.81) und die beiden Befestigungsschrauben der Grundplatte (Pos. 7im Bild 2.81) zu lockern.
    • Bei zu frühem Zündzeitpunkt ist die Grundplatte nach rechts (im Uhrzeigersinn), bei zu später Zündung nach links zu verdrehen. Schrauben Pos. 7 und 8 festziehen.
  3. Zündzeitpunkt des 2. Zylinders prüfen und einstellen:
    • Messuhr in die Zündkerzenbohrung des 2. Zylinders einschrauben und Kolben wie im Arbeitsgang 2 beschrieben auf oberen Totpunkt stellen.
    • Prüflampe am Unterbrecher des 2. Zylinders (Pos. 5 im Bild 2.81) oder an Klemme 7 der Zündspule des 2. Zylinders (Bild 2.92) und an Masse anklemmen.
    • Kontrolle des Zündzeitpunktes wie im Arbeitsgang 2 beschrieben durchführen und, wenn erforderlich, neu einstellen.
    • Der Zündzeitpunkt des 2. Zylinders wird durch Verschieben des Segmentes nach Lockern der beiden Klemmschrauben (Pos. 9 im Bild 2.81) durch Drehen der Exzenterschraube {Pos. 10 im Bild 2:81) ebenfalls nach der Messuhr eingestellt. Das Verschieben des Segmentes bei zu frühem oder zu spätem Zündzeitpunkt erfolgt analog wie bei der Grundplatte.
    • Abstand des Schmierfilzes kontrollieren (Bild 2.90).

Bild 2.83. Zündzeitpunktdiagramm

Bild 2.84. Kolbenwegeinstellung mit Messuhr

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02.7.2.3. Zündung mit Hilfe der Zündzeitpunktmarkierungen einstellen

2006-09-13 22:01:18 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 20452)

Außerhalb der Werkstätten ist mangels einer Messuhr das Einstellen der Zündung nach den auf der Keilriemenscheibe angebrachten Zündzeitpunktmarkierungen (Bild 2.85) die gebräuchlichste Methode. Das Einstellen des Zündzeitpunktes erfolgt dabei mit Prüflampe oder Stroboskop, indem die Markierungen (Kerben) auf der Keilriemenscheibe und die Trennfuge des Kurbelgehäuses anvisiert bzw. angeblitzt werden. Der relativ große Abstand zwischen Keilriemenscheibe und erkennbarer Kurbelgehäuse-Trennfuge führt u. a. bei der Verwendung primitiver Hilfsmittel (Lineal u. a.) zu Blickwinkel- (Parallaxe-) Fehlern und damit zu ungenauer Zündzeitpunkteinstellung, die dann meist über der zulässigen Toleranz von ±0,4 mm liegen. Um diesen Fehler zu beseitigen, wurden von Bastlern aufklemm- oder aufschraubbare Hilfsvorrichtungen mit geeichten Skalen entwickelt, die sich in der praktischen Anwendung bewährt haben und zum anderen auch die Möglichkeit zur Einstellung der unterschiedlichen Zündzeitpunkte bilden (Bild 2.83).
Eine solche Vorrichtung ist im Bild 15.12 gezeigt; die aufschraub- oder aufklebbare Skala kann nach Bild 15.43 gefertigt werden. Auch solche Vorrichtungen, wie sie im "Deutschen Straßenverkehr" 9/1981 und 8/1983 beschrieben wurden, sind gut für die Zündzeitpunkteinstellung mit Prüflampe oder Stroboskop geeignet. Als Stroboskop ist das vom VEB Kombinat Elektrogerätewerk Suhl hergestellte Zündeinstellgerät ZEG1 N zu empfehlen. Vor Beginn der Einstellarbeiten ist die Keilriemenscheibe zu säubern, und die Markierungskerben sind mit Kreide oder weißem Farbstift deutlich sichtbar auszulegen.

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