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9.Trabant- und IFA-Treffen in Dieskau bei Halle 2007

1970-01-01 01:00:00 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (2) (Gelesen: 3078)
Schrauberhilfe Mattis

Ohne seine Hilfe hätte ich sicherlich viel länger am Trabi geschraubt. So aber ging es doch relativ flott.

Um die schlechte Nachricht gleich vorweg zu nehmen, der erst kürzlich eingebaute Ersatzmotor hat die Strecke nach Dieskau nicht ganz geschafft. Die letzten 70 Kilometer hat er sich teilweise auf einem Zylinder über die Autobahn gekämpft. Das war allerdings die einzige schlechte Nachricht, die an diesem Wochenende versuchen wollte, mir das Treffen zu vermiesen.

Freitag Abend war es endlich soweit, nach dem vortägigen Motorwechsel bei PomPom II sollte der Ersatzmotor zeigen, was er kann. Treffpunkt mit Sandro war ein Parkplatz an der Autobahn zwischen Weißwasser und Bautzen. Sandro hatte sein polnisches Fahrzeug dabei und einen Wohnanhänger. Matthias freute sich, ab hier in meinem Trabi mitfahren zu können. Sandro, Kathel, Mattis und ich machten sich dann auf den Weg. Auf dem letzten Stück wurde es kräftig nass und ich hatte schon die Befürchtung, mein Zelt in strömenden Regen aufbauen zu müssen. Es war schon ziemlich dunkel, als wir gegen 23 Uhr auf dem Platz in Dieskau ankamen, mein Trabi quälte sich die letzten Meter mehr schlecht als recht zu seinem Standplatz, ab diesem Zeitpunkt wurde es nur noch besser. Die Begrüßung war herzlich und schnelle Hilfe wurde auch von unserem Gastgeber, den Zweitaktgenossen zugesichert. Anschluss war schnell gefunden und den Rest des Tages haben wir mit vielen Benzingesprächen verbracht. Irgendwann gegen 1 Uhr fand ich dann, dass es eine prima Idee sei, in den Schlafsack zu kriechen, denn mit einem Mal wurde es unangenehm kühl. Nach einer letzten Flasche lecker Hopfenblütentee schlummerte ich dann in einen seligen Schlaf. Am nächsten Morgen weckte mich zuerst eine warme Sonne, eine halbe Stunde später kläffendes Hundegebell und meine protestierende Blase. Gut, um sieben Uhr ist eine prima Zeit für die erste Zigarette des Tages. Eigentlich war erst gegen 8 Uhr Frühstück angesagt, Schmunzelhase hatte aber scheinbar schon auf der Lauer gelegen und als ich vor der Zeit bei der Frühstücksausgabe aufschlug, stand mein erster Kaffee schon bereit und eine breit grinsende Jenny meinte, sie hätte mir das schließlich versprochen. Das Frühstück war auch fix fertig, lecker belegte Brötchen inklusive einem hartgekochtem Ei und Unmassen von Kaffee. Derart gestärkt konnte meinetwegen der Tag kommen. Ein Rundblick bei Tag zeigte reichlich 50 Fahrzeuge, also eine ganze Menge Zweitaktfans für das kleine gemütliche Treffen am Rand von Halle. Das freundliche Wetter wischte die letzten trüben Gedanken beiseite, die der ach so plötzliche Motortod meines geliebten Zweitakters hinterlassen hatte. Wie schon eingangs beschrieben, machte der Motor rund 70 Kilometer vor dem Ziel reichlich seltsam Geräusche, die immer deutlicher wurden, bis schließlich der Motor aus ging. Eindeutig ein Lagerrasseln. Ein beherzter Griff zum Zündschlüssel und der Motor lief wieder, wenn auch begleitet von heftigem Rasseln. Dann folgten Zündaussetzer auf einem Zylinder, da sich so nach und nach irgendwelche Motorinnereien den Weg am Kolben vorbei durch den Zylinder in Richtung Freiheit suchten. Einige Kilometer weiter fiel dann ein Zylinder komplett aus. Aber ein Trabi ist hart im Nehmen und auch mit lediglich halber Motorkraft fährt der Trabi weiter, in meinem Fall hin und wieder metallene Teile aus dem Auspuff spuckend. Gegen Nachmittag fing ich dann zusammen mit Mattis an, den kranken Patienten PomPom II zu operieren. Zu allererst wollte ich wissen, ob es vielleicht nur das Nadellager des ausgefallenen Zylinders war. Das wiederum erwies sich als intakt, wobei allerdings sowohl der Kolben, als auch der Zylinderkopf heftige Einschläge aufwies, deren Form eindeutig auf ein zerfallenes Nadellager deuteten. Im Kolben steckten sogar noch Fragmente.Die Kurbelwelle an sich war scheinbar ohne Schaden, aber beim Durchdrehen des Motors kratzten weitere Fragmente des Lagers im Kurbelgehäuse. Nun war klar, dass lediglich ein "neuer" Motor Sinn machen konnte. Unsere Gastgeber, die Zweitaktgenossen Halle sponserten kurzerhand einen Ersatzmotor, der dann in gewohnt vier Stunden schweißtreibender Arbeit, immer auf der Suche nach geeignetem Werkzeug (Inbusschlüssel für den Anlasser, 16er Schlüssel für die Sondergröße einer Mutter, etc.) mit Hilfe von Mattis eingepflanzt wurde. Immer wieder zog unsere Arbeit Neugierige an, die mit allerlei Rat und Tat nicht hinter dem Berg hielten, auch ein Reporter einer Zeitung war da und ließ es sich nicht nehmen, die vor Schmutz starrenden Schrauber erfolgreich von der Arbeit abzuhalten, um sie zu interviewen. Dann wurde noch eine Fotosession gemacht. Juhu, ich bin in der Zeitung...

Auch wenn ich meinen Dank schon in Wort und mit einer großzügigen Spende in die Clubkasse ausgedrückt habe, an dieser Stelle noch einmal: vielen herzlichen Dank für die schnelle und großzügige Hilfe! Danke an alle Zweitaktgenossen, an Sandro und Kathel und an meinen Mitschrauber Mattis. Da mir sehr viel an den kleinen familiären Treffen liegt, habe ich dieses Treffen in Dieskau ganz tief ins Herz geschlossen und bin spätestens seit diesem Jahr potenzieller Stammgast. Das Event an sich war spitze, die Organisation topp und das Ambiente einfach passend. So passend, dass ich persönlich dem Treffen die Note eins plus gebe.
Bis spätestens nächstes Jahr, ich bin dabei!
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