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Unsere Serie für den Hobby-Schrauber

Neue Zündung für den Trabant

2003-09-27 00:00:01 Geändert: 2010-01-12 22:42:48 (3) (Gelesen: 16127)
Über 20 Jahre lang hatte der Trabant eine Zündanlage mit Unterbrechern aus Miramid, deren Störanfälligkeit international ohne Beispiel ist. Eine zuverlässig funktionierende Zündung gibt es erst wieder seit Einsatz der elektronischen Steuereinrichtung BSE-2H, die mit einem magnetischen Zündgeber berührungslos und verschleißfrei arbeitet. Sie ist für alle Trabant mit Zwölf-Volt-Anlage geeignet und als Nachrüstsatz jetzt für 130,50 DM zu haben. Ihr Einbau lohnt sich, denn der einmal richtig eingestellte Zündzeitpunkt bleibt erhalten, solange der Motor arbeitet.
Die Bildfolge zeigt die Einzelteile, die Schritte der Umrüstung und das Prinzip der Zündeinstellung. Besondere Sorgfalt ist beim Anschluss der verschiedenen Kabel erforderlich. Hier darf nichts verwechselt werden, um die elektronischen Bauteile nicht zu gefährden. Eine Prüflampe, die für die Zündeinstellung notwendig ist, darf nur an der Zündspule, jeweils an Klemme 1 und 15, angeschlossen werden, niemals unten am Zündgeber, denn sonst riskiert man die Zerstörung der empfindlichen Steuerelektronik.
Die Kolbenstellung im Zündzeitpunkt, drei Millimeter vor OT, kann, entweder mit einer Messuhr oder anhand der Keilriemenscheibe ermittelt werden, wobei ein am Absatz der Kurbelgehäuse - Trennfuge aufgelegtes Stahllineal (in Bild 10 sichtbar) als Bezugskante dient. Auch ein Stroboskop kann wie üblich am Zündkabel oder an der Zündkerze angeschlossen werden. Damit sollte aber nicht nur der Leerlauf, sondern auch bei Drehzahlen von etwa 2000/min geprüft werden, um mögliche Verschiebungen des Zündpunkts mit zunehmender Drehzahl zu erkennen.
Wer bisher seine Unterbrecher selber eingestellt hat, kommt gewiss auch mit dem Einbau der elektronischen Zündanlage zurecht. Wer diese Arbeiten aber nicht selber ausgeführt hat, sollte die elektronische Steuereinrichtung besser von einer Vertragswerkstatt einbauen und einstellen lassen, um Fehler zu vermeiden, die unter Umständen kostspielig sein können.


Die kurzen Leitungen am Steuerteil führen zu den Zündspulen: schwarz an Plus, Klemme 15, braun an Masse, grün an Klemme 1 der hinteren. Weiß an Klemme 1 der vorderen Spule

Elektronischer Zündgeber (von hinten gesehen) und Mitnehmerscheibe (links daneben)

Am Magnetring unter der Stahlscheibe dürfen keine Metallspäne hängen. Sie wurden am Hall - Schaltkreis kratzen und ihn zerstören

Die Grundplatte mit Unterbrechern und Kondensatoren (zwei Schlitzschrauben M 5) und der Nocken (Schraube M 8, SW 13) müssen ausgebaut werden

Am Kurbelwellenzapfen ist die Mitnehmerscheibe anzuschrauben (mitgelieferte Schraube M 8, SW 13, mit Unterlegscheibe)

Das Steuerteil wird neben den Zündspulen an der Seitenwand befestigt. Der lange Kabelsatz wird anstelle der Unterbrecherleitung am Motor verlegt und befestigt

In das Unterbrechergehäuse wird der Zündgeber eingebaut und angeschlossen schwarze Plusleitung an Klemme 15 g, grüne Steuerleitung an 7, braune Masseleitung an 31 g

Bei der Zündeinstellung müssen die Zündkerzen ausschraubt werde, um die Kurbelwelle leicht drehen zu können

Bei Rechtsdrehung der Kurbelwelle verlischt die an den Klemmen 15 und 1 der hinteren Zündspule angeschlossene Prüflampe, wenn am Zylinder 1 die Zündung erfolgt

Der Zündpunkt des ersten Zylinders wird durch Drehen der Stahlplatte im Gehäuse eingestellt. Dazu sind nur die großen M 5-Schrauben zu lockern

Die hier an Plus (15) und Klemme 1 der vorderen Zündspule liegende Lampe verlischt im Zündpunkt des Zylinders 2

Der Zündpunkt des zweiten Zylinders wird durch Schwenken der Leiterplatte korrigiert. Dabei sind nur die kleinen Schlitzschrauben M3 zu lockern

Der Deckel darf nicht verkantet sitzen, sonst dringt Wasser ein

Benötigte Werkzeuge: Prüflampe, Stahldorn, Steckschlüssel 13 mm, Kerzenschlüssel, Maulschlüssel 8/10 mm, Schraubenzieher, Hammer
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