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Trabant Video

2003-10-06 00:00:01 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 7707)

Das 39-minütige Video zeigt die Geschichte von der Herstellung des Trabant im ehemaligen VEB Sachsenring. Es entstand im Rahmen einer Öffentlichkeitsarbeit der Volkswagen AG. Die Qualität des Videos ist zwar nicht gerade super, dafür ist es mit einer Dateigröße von ca. 8 MB grade noch so für DSL tragbar.
Falls die Wiedergabe nicht funktionieren sollte, kann das Video über das Download-Center (DLC) herunter geladen werden.

Kleine Geschichte des Trabant
Nach dem Kriege befasste man sich bei Audi jahrelang nur mit Reparaturen, bis mit ausdrücklicher Genehmigung der Besatzungsmacht 1949 die ersten F 8 montiert werden durften. Es handelte sich um den nahezu unveränderten Nachbau des Vorkriegs - DKW. Ein Jahr später begann auch die Montage des F 9, ebenfalls einer Auto Union - Konstruktion, die bereits 1939 serienreif war.

Der Dreizylinder-Zweitaktmotor wurde ab 1948 aus dem ehemals für den F 9errichteten Auto Union - Motorenwerk Chemnitz gebildeten VEB IFA Motorenwerk angeliefert. Man bot den F 9 als Limousine mit geteilter Front- und Heckscheibe sowie als zweitüriges, viersitziges Cabriolet an. Nach der Fortschrittszahl 1880 der laufenden Serie gab man die Fertigung nach Eisenach ab.

Vom F 8 sind Limousine und Kombi-Aufbauten in Holz-Kunstleder im Zwickauer Werk sowie Cabriolets mit Blechkarossen aus dem Dresdener Karosseriewerk(ehemals Gläser) geliefert worden. Alles in allem waren es bis 1955 exakt 2626Stück. Mit Holz und Kunstleder ließ sich einer der Hauptengpässe im Automobilbau, der Mangel an Tiefziehblech, noch am ehesten überbrücken. Durch die arbeitsaufwendige Bauweise blieben jedoch die Stückzahlen gering und die Kosten hoch.

Die bereits aus den dreißiger Jahren stammenden Überlegungen um günstigere Werkstoffe hatten damals bereits zur Entwicklung einer Kunstharzkarosserie geführt.Nunmehr tauchte der Gedanke erneut auf. Im Frühjahr 1951 begannen die Entwicklungsarbeiten, und schon ein Jahr später bestanden die F 8-Motorhaube sowie Türen und Rückwände für den H 3A aus Plast-Material. Da sich die Karosserieform des F9 in «Plaste» noch nicht bewältigen ließ, wurde für denF8 ein Holzgerippeaufbau mit Kunstharzbeplankung entwickelt. 1955 entstand aus dem Vorversuch der P 70 "Typ Zwickau" als erster deutscher Gebrauchswagen mit serienmäßiger Kunststoffkarosserie.

Das Auto gab es später auch als Kombiwagen unter der Bezeichnung «Tourist»und sogar als Coupé: Mit seiner einfachen Formgebung und seinem Holzgerippe bot er alle Möglichkeiten, Erfahrungen mit dieser Bauweise zu sammeln, kurzfristig Änderungen vorzunehmen und Vorurteile gegen die «Plastekarosserie» abzubauen.Die Entwicklung eines leistungsfähigen Kleinwagens lag in dieser Zeit genau im Schnittpunkt von volkswirtschaftlichen Möglichkeiten und Käufernachfrage. Als Orientierungspunkte dienten die Werte von vergleichbaren westlichen Baumustern wie zum Beispiel des Lloyd.

Der 500er Zweizylinder-Zweitaktmotor mit Luftkühlung und Drehschiebersteuerung leistete 18 PS und war ebenso wie das Fahrwerk ein Produkt des zentralen Entwicklungs- und Konstruktionsbüros für den Automobilbau in Chemnitz. Die Bodengruppe der selbst tragenden Karosserie war als Plattformrahmen ausgebildet,die Vorderräder wurden durch untere Querlenker geführt und stützten sich gegen eine obere Querblattfeder ab. Hinten übernahm eine Pendelachse mit Dreieckslenkern und einer Querfeder die Radführung und Federung.

Am 7. November 1957 ging der Wagen in die Nullserie. Die gesamte Bodengruppewurde im ehemaligen Werk Horch gefertigt; Karosseriebau und Endmontage entfielen auf Audi. Auf dieser Grundlage waren beide Werke zum VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau vereinigt worden.

Die Serienproduktion begann am 10. Juli 1958. Zwei Jahr später wurde die Leistung auf 20 PS angehoben und im Frühjahr 1963 kam der 600er Motor mit 23 PS heraus. 1964 wurde die Karosserie im damals modernen Trapezstil modifiziert.Damit begann die Fertigung des Trabant 601, der bis 1990 in über 2,5 Millionen Stück das Zwickauer Werk verlassen hat. Ein noch in den sechziger Jahren auf 26PS gebrachter Motor, eine verbesserte Bremsanlage, eine für Behinderte entwickelte automatische Kupplung (Hycomat), zahlreiche Detailverbesserungen und Ausstattungsvarianten kennzeichnen Umfang und Charakter der Veränderungen, die der "Trabi" während eines Vierteljahrhunderts erfahren hat. Dennoch:Trotz aller Stagnation und Rückständigkeit, Umweltfeindlichkeit und Winzigkeithat der "Trabi" Millionen als zuverlässiges und unverwüstliches Fahrzeug gedient; er hat sie auf den Weg gebracht, als automobile Ferien im Ostblock möglich wurden, und er ist zum weltweit bekannten Symbol der Fahrt in die Freiheit geworden, so kümmerlich wie großartig!

Seine Kümmerlichkeit offenbarte sich ganz besonders mit der Politbüro-Weisung,den neuen 1,1-Liter-VW-Motor in das alte, längst überholte Auto einzupassen.Einer der führenden Techniker im DDR-Automobilbau kommentierte das im Nachhinein wie folgt: "Das traurige Kapitel Pkw hat seinen Höhepunkt im Trabant 1.1 gefunden, mit dem es wie befohlen gelungen ist, mit außerordentlich hohem Aufwand ein ungewöhnlichunbefriedigendes Ergebnis zu erzielen. Wer - ob Laie oder Fachmann - soll verstehen, dass die notwendigen Milliarden eingesetzt werden, um einen Motor internationalen Standes zu produzieren, die erforderlichen - zig Millionen eingesetzt werden, um Fahrwerk und Getriebe diesem Motor anzupassen, bei der Karosserie fast 60 Prozent der Bauteile zu verändern, aber die Außenhülle,die den Gebrauchswert letztendlich bestimmt, unverändert zu lassen. Dabei ist für den mit der Materie Vertrauten eindeutig klar, dass es beim Wechsel zu einer neuen Karosserie letztlich nur noch um einen Bruchteil des eingesetzten Gesamtumfanges geht. Die Kraftfahrzeugtechniker der Welt werden über uns lachen, die Käufer in der DDR verdammen uns und halten die Fahrzeugbauer der DDR für völlig unfähig.”

Die vom Volkswagen-Konzern seit Jahren und oft über verschlungene Umwege angestrebte Verbindung, die ihr Haupthindernis in der motorisierungsfeindlichen und verkehrsignoranten Politik der SED-Führung fand, kam nach der Wende trotz der zögerlichen Hinhaltetaktik und gegen den Widerstand der Modrow/Luft-Regierung rasch zustande.

Am 27. Dezember 1989 wurde die VW-IFA GmbH gegründet, deren Ziel gemeinsame Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Personenkraftwagen ist. Seit dem 21. Mai 1990 rollt der Trabant 1.1 mit Polo-Motor in Mosel bei Zwickau vom Band; am gleichen Tag begann dort die komplette Polo-Montage. Das starke Engagement des größten deutschen Automobilherstellers, dem Zwickau mit Sicherheit die Erhaltung als Standort der Pkw-Industrie verdanken wird, ist wohl nicht nur erklärbar als ein Geschäft, das um seines Ertrages willen betrieben wird. Die enge und gefühlsstarke Bindung des VW-Topmanagers Carl Hahn an seine Heimat Sachsen ist hier vermutlich hoch zu veranschlagen. So lässt sich ebenfalls unter dem Eindruck der Wende die hoffnungsfroh stimmende Erkenntnis formulieren, dass auch für die Giganten der Unternehmen noch Geschäfte unter Emotionen machbar sind.

Die Tage des Trabi waren 1990 gezählt. Die Schwierigkeit, die Plastereste umweltfreundlich zu beseitigen, vor allem aber die Sicherheitsrisiken der Plastekarosse haben das Todesurteil für diesen Karosseriebaustoff gefällt. So lockt auch in Zwickau ein neuer Typ zu neuen Ufern, und der Trabant wird bleiben, was er jetzt schon ist: Eine Legende.

Quelle: Dixi - Horch - Trabant & Co., Peter Kirchberg/Michael Krone / Schrader

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Meinungen zum Thema (1)

  • 2012-07-29 02:46:52
    Super gemacht. Ein Freund von Strahwalde.
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