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Elektronische Blinkgeber

2006-12-04 18:40:48 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (1) (Gelesen: 20653)

Aufbau und Einsatzmöglichkeiten


1 - Prinzipschaltung eines elektronischen Blinkgebers

2 - Bei Ausfall einer Blinklampe blinken die andere und die Kontrolllampe mit erhöhter Frequenz im Gleichtakt.

3 - Einbaumaße der elektronischen Blinkgeber. Beim Typ 8586.1 entfällt der Anschluss C 2.

4 - Anschlussplan des Blinkgebers 8586.1 für Richtungsblinken (links) und Warnblinken (rechts).

5 - Innere Schaltung des Elektronischen Blinkgebers 8586.1. für Pkw.

6 - Innere Schaltung des elektronischen Zweikreis-Blinkgebers 8586.2.

7 - Anschlussplan der Zweikreis-Blinkanlage für Richtungs- und Warnblinken.

In den vergangenen Jahren konnte eine Zunahme der mit elektronischen Blinkgebern ausgerüsteten Fahrzeuge beobachtet werden. Gegenüber den bisher verwendeten thermo-elektro-magnetischen Blinkgebern weist die elektronische Ausführung eine höhere Betriebssicherheit auf, die sich in Unabhängigkeit von der Betriebsspannung und einer größeren Lebensdauer ausdrückt. Elektronische Blinkgeber sind kurzschlussfest, stoßsicher und in der Blinkfrequenz fast unabhängig von Schwankungen der Umgebungstemperatur. Außerdem ist die Blinkfrequenz lastunabhängig. Das bedeutet, dass diese Geber grundsätzlich für Richtungs- und Warnblinken geeignet sind und keine speziellen Warnblinkschalter mit Zusatzrelais erfordern.
Während die ersten Ausführungen elektronischer Blinkgeber noch diskret bestückt waren, kommen als
Weiterentwicklungen Ausführungen mit Hybridschaltkreisen bzw. bipolaren Analogschaltkreisen vorrangig in den Einsatz. Als Leistungsschaltteil wird fast ausschließlich ein Relais verwendet. Beim Einsatz von Schalttransistoren würde eine zu hohe Verlustleistung entstehen, die einerseits umfangreiche Wärmeableitungsmaßnahmen am Blinkgeber und damit eine Vergrößerung des Gerätes erfordert und andererseits eine unzulässige Verringerung der Betriebsspannung der Blinklampen herbeiführen würde. Im Rahmen dieses Beitrages werden die gegenwärtig im Handel erhältlichen Typen elektronischer Blinkgeber vom Kombinat VEB Fahrzeugelektrik Ruhla vorgestellt.

Aufbau und Funktion

Ein elektronischer Blinkgeber (Bild 1) besteht aus dem Taktgeber (Multivibrator), der Kontrollstufe zur Ansteuerung einer oder mehrerer Kontrolllampen und dem Relais zum Schalten des Blinklampenstromes. Diese drei Funktionsgruppen sind zu einer Baueinheit zusammengefasst, dem Warnblinkgeber. Nach TGL 4486 muss ein derartiger Blinkgeber 90 ± 30 Blinkzeichen pro Minute im Temperaturbereich von -20 °C bis +50 °C und im Spannungsbereich von 10,8 V bis 14,4 V erzeugen, wobei der Hellzeitanteil 40 bis 80 % der Blinkschaltperiode beträgt. Aus Gründen der Verkehrssicherheit muss das Blinken beim Einschalten des Fahrtrichtungsschalters mit der Hellphase beginnen, und der Ausfall einer Blinkleuchte ist dem Fahrer entweder durch Erhöhung der Blinkfrequenz auf mindestens 100 % vom Istwert (im Bereich von 150 bis 300lmp/Min.) oder durch das Dunkelbleiben der Kontrolllampe anzuzeigen. Beim elektronischen Blinkgeber wird zur Erzeugung der Blinkfrequenz ein astabiler Multivibrator verwendet, der die Spule des Relais mit einer recht-eckförmigen Spannung ansteuert. Die Realisierung des Blinkbeginns mit der Hellphase erfordert eine Bereitschaftsstellung dieses Multivibrators. Deshalb kann beim Einschalten der Zündung des Kraftfahrzeuges ein kurzes Aufleuchten der Blinkkontrolllampe erfolgen, bis der Multivibrator die genannte Bereitschaftsstellung erreicht hat. Bei Betätigung des Richtungsblinkschalters (siehe Bild 1) wird der Anschluss 49a mit den Blinklampen verbunden. Dadurch erhält der Multivibrator (1) über den Eingang E einen Startimpuls, das Relais (3) zieht sofort an, und der Blinkbetrieb beginnt mit der Hellphase. Die Überwachung der Funktion der Blinkleuchten erfolgt in der Hellzeit. Dabei wird der Stromfluss durch die Richtungsblinklampen mit einem niederohmigen Messwiderstand RM (etwa 30 bis 60 mΩ) überwacht, wobei der hier auftretende Spannungsabfall ein Kriterium für die Funktionstüchtigkeit der Glühlampen ist (Bild 2). Liegt dieser unter einem bestimmten Grenzwert (Uk), so ist eine der Richtungsblinklampen ausgefallen. Bei Ausfall einer Glühlampe lässt sich die Änderung des Kontrollspannungsabfalls entweder in einer Änderung der Blinkfrequenz des Gebers oder durch ein Verlöschen der Kontrolllampe anzeigen. In entsprechend aufwendigen Schaltungen ist auch die Kontrolle mehrerer Lastfälle möglich. Bei allen Kontrollschaltungen sind die Nichtlinearität der Glühlampenkennlinie sowie der Temperatur- und Spannungsgang des Eingangstransistors der Kontrollstufe durch eine geeignete Schaltungsmaßnahme zu kompensieren. Zum Schalten des Blinklampenstromes durch den elektronischen Blinkgeber wird gegenwärtig ein Relais verwendet. Es ist kurzschlussfest und hat einen geringen Übergangswiderstand im Laststromkreis. Die Verwendung von Leistungsschalttransistoren anstelle des Relais wäre prinzipiell möglich. Jedoch sprechen der im Lastkreis am Transistor auftretende Spannungsabfall und die damit erforderliche Kühlfläche zur Ableitung der auftretenden Verlustwärme gegen dieses Bauelement.

Blinkgeber für Pkw

Als erstes Gerät der neuen Serie elektronischer Blinkgeber wird seit 1981 der Blinkgeber 8586.1 produziert. Dieses Erzeugnis ist für Fahrzeuge mit 12-V-Bordnetz und zwei Richtungsblinklampen zu je 21 W konzipiert. Damit ist Richtungsblinkbetrieb (2 x 21 W) und Warnblinkbetrieb (4 x 21 W) möglich. Das Gerät ist ohne Änderungen am Fahrzeug gegen die genannten Typen von Hitzedrahtblinkgebern austauschbar, jedoch muss beachtet werden, dass der Befestigungswinkel als Stromzuführung dient und einen guten Kontakt zur Masse des Fahrzeuges benötigt. Beim Blinkgeber 8586.1 werden die Taktimpulse von einer diskret bestückten elektronischen Multivibrator-Schaltung erzeugt, welche die Spule des Schaltrelais ansteuert. Die elektronische Kontrollschaltung zur Überwachung der Funktion der Glühlampen bewirkt beim Ausfall einer Blinklampe die Erhöhung der Blinkfrequenz um mindestens 100%. Damit ist eine gut wahrnehmbare Ausfallanzeige realisiert. Der Blinkgeber geht beim Einschalten der Zündung des Kfz in eine Wartestellung. Dabei kann die Kontrollleuchte einmal kurz aufleuchten. Danach ist der Blinkgeber in der Lage, bei Betätigung des Richtungsblinkschalters sofort den Blinkbetrieb mit der Hellzeit zu beginnen. Das Gerät entspricht den technischen Forderungen nach TGL 4486/01 und TGL 5003.
Der elektronische Blinkgeber 8586.1 ist senkrecht in das Fahrzeug mit den Flachsteckern nach unten (Bild 3) einzubauen. Das Gerät ist vor Nässe zu schützen. Dieser Blinkgeber ist ohne Änderungen am Fahrzeug gegen die bisherigen Hitzdrahtblinkgeber 8582.15, 8582,15/0, 8582.17 und 8582.17/0 austauschbar. Er kann in allen Pkw mit 12-V-Bordnetz verwendet werden. Erforderlich ist jedoch eine geeignete Befestigungsmöglichkeit mit der elektrischen Verbindung des Befestigungswinkels zur Masse des Fahrzeugs. (Die Hitzedrahtblinkgeber brauchten keinen Masseanschluss. Bei ihnen diente der Haltewinkel nur der Befestigung und nicht auch dem elektrischen Anschluss. D. Red.) Bild 4 zeigt den Anschlussplan für Richtungs- und Warnblinken und Bild 5 die innere Beschaltung des Blinkgebers 8586.1.
Es muss an dieser Stelle dringend darauf hingewiesen werden, dass der elektronische Blinkgeber nicht geöffnet wird und keinerlei Eingriffe in die Elektronik erfolgen. Da die elektronischen Kontroll- und Taktgeberschaltungen genau auf ein bestimmtes Temperatur- und Spannungsverhalten im Produktionsprozess abgeglichen werden, entsteht bei Veränderungen daran ein Sicherheitsrisiko hinsichtlich der Funktionstüchtigkeit und der Kontrolle der Glühlampen. Sollten an einem elektronischen Blinkgeber Mängel auftreten, so ist entweder die nächste AKA-Electrik-Vertragswerkstatt aufzusuchen oder der Blinkgeber an eine der folgenden Vertragswerkstätten einzuschicken, die Instandsetzungen im und nach dem Garantiezeitraum ausführt:

PGH "Motor-Elektrik"
Bereich Motor-Elektronik
9270 Hohenstein-Ernstthal Dresdner Str. 45

Fa. Elektromechanik Peter Seidel
7050 Leipzig
Oststr. 1

Zweikreis-Blinkgeber

Eine Weiterentwicklung des elektronischen Blinkgebers für Anhängerbetrieb wird seit 1982 unter der Gerätenummer 8586.2 produziert. Dieses Gerät ist für Fahrzeuge mit 12-V-Bord-netz und Zweikreisblinkschalter konzipiert, wie er in den Fahrzeugen Wartburg, Trabant, B 1000 und Multicar serienmäßig vorhanden ist. Da der nachträgliche Einbau eines Zweikreisblinkschalters in Importfahrzeuge kaum möglich ist, bleibt der Einsatz dieses Blinkgebers auf die genannten Fahrzeugtypen begrenzt. Der Blinkgeber 8586.2 besteht aus einem elektronisch gesteuerten Schalter mit 2 Kontaktsätzen zum gleichzeitigen Öffnen und Schließen der Blinkstromkreise des Zugfahrzeuges und des Anhängers (Bild 6). Im Warnblinkfall werden gleichzeitig alle Blinkleuchten am Fahrzeug und am Anhänger geschaltet. Die Erzeugung der Taktimpulse und die Überwachung der Funktion der Glühlampen erfolgt durch einen Hybridschaltkreis, der speziell für den Einsatz in diesem Blinkgeber entwickelt wurde und dessen Funktionen mit einer minimalen Beschaltung mit externen passiven Bauelementen realisiert.
Die elektronische Kontrollschaltung bewirkt beim Ausfall einer Glühlampe am Zugfahrzeug die bereits beschriebene Erhöhung der Blinkfrequenz. Beim Ausfall einer Glühlampe am Anhänger verlischt die zusätzliche Kontrolllampe für den Hängerbetrieb. Bei intakter Blinkanlage leuchten bei mitgeführtem Anhänger die beiden Kontrolllampen im Gegentakt auf. Beim Einschalten der Zündung kann bei diesem Blinkgeber ebenfalls die Kontrollleuchte für das Zugfahrzeug kurz aufleuchten.
Der elektronische Blinkgeber 8686.2 mit den Maßen gemäß Bild 3 ist senkrecht im Fahrzeug mit den Flachsteckanschlüssen nach unten einzubauen. Er kann ohne Änderungen am Fahrzeug gegen die bisherigen Hitzdrahtblinkgeber 8582.15/2 bzw. 8582.15/20 ausgetauscht werden, wobei jedoch der Befestigungswinkel das Massepotential führen muss. Bild 7 zeigt den Anschlussplan der Zweikreis-Blinkanlage für Richtungs- und Warnblinken. Instandsetzungen, einschließlich Garantieleistungen, werden von der PGH "Motor-Elektrik", 9270 Hohenstein-Ernstthal, Dresdner Str. 45, ausgeführt.
Beim Neueinbau einer Zweikreis-Anhängerblinkanlage ist zu beachten, dass diese nur in Fahrzeuge eingesetzt werden kann, die in der Lenksäule einen Zweikreisblinkschalter serienmäßig haben oder seinen nachträglichen Einbau gestatten. Sollte der zweite Stromkreis des Blinkschalters serienmäßig mit der Parklichtanlage belegt sein, ist die Installation eines gesonderten Parklichtschalters erforderlich. Vom Zweikreisblinkschalter sind zwei Kabel durch das Fahrzeug zur Anschlusssteckdose an der Anhängerkupplung zu führen. Weiterhin ist eine zusätzliche Kontrollleuchte für den Anhängerbetrieb zu installieren. Beim Wartburg 353 W ist diese Kontrollleuchte bereits vorhanden. Die hier vorgestellten beiden ersten elektronischen Blinkgeber aus dem Sortiment des Kombinates VEB Fahrzeugelektrik Ruhla weisen gegenüber den bisher verwendeten Hitzdrahtblinkgebern nicht nur eine wesentlich höhere Parameterstabilität auf, sondern bieten konstruktiv die Voraussetzungen, über die gesamte Nutzungsdauer des Fahrzeuges funktionstüchtig zu bleiben.

Dr. -Ing. Erhard Seibicke
Kombinat VEB Fahrzeugelektrik Ruhla


Unter den Pkw, die mit einer Anhängerzugvorrichtung ausgerüstet sind, gibt es noch eine ganze Anzahl von Fahrzeugen, bei denen die Anhängerblinkleuchten parallel zu den Heckblinkleuchten des Zugfahrzeugs angeklemmt sind. Wegen der Überlastung um 50 Prozent (bei 3 Blinkleuchten anstatt der vorgesehenen 2 Stück) verminderte sich beim Hitzdrahtblinkgeber die Impulszahl. Der elektronische Blinkgeber verändert bei Parallelschaltung des Anhängers an die hinteren Blinkleuchten seine Blinkfrequenz nicht, es tritt aber eine Verminderung der Lebensdauer des Blinkgebers ein. Außerdem wird die Kontrollanordnung außer Funktion gesetzt, da beim Ausfall einer Glühlampe dann noch 2 Glühlampen im Laststromkreis vorhanden sind. Deshalb ist diese Schaltung nicht zugelassen, weil dadurch die geforderte Überwachung der Glühlampenfunktion gemäß ECE-Regelung Nr. 48 umgangen wird. Ist das Zugfahrzeug mit einer Relaisschaltung versehen, bei der jede Anhängerblinkleuchte über ein Kfz-Relais geschaltet und mit einer gesonderten Kontrolllampe überwacht wird, kann der vorhandene Hitzdrahtblinkgeber ohne weiteres durch einen elektronischen Blinkgeber ersetzt werden. Auch der im Handel angebotene Baustein für die Anhängerblinkschaltung AB 12 vom VEB Relaistechnik Großbreitenbach kann in Verbindung mit einem elektronischen Blinkgeber eingesetzt werden. Auf der Leipziger Herbstmesse 1984 wurden vom Kombinat VEB Fahrzeugelektrik Ruhla jedoch bereits neu entwickelte elektronische Blinkgeber für den Anhängerbetrieb vorgestellt, die gegen Ende 1985 in die Serienproduktion gehen. Sie enthalten eine elektronische Kontrollschaltung, mit der beide Lastfälle (zwei Blinkleuchten am Pkw oder insgesamt drei am Zug) zuverlässig überwacht werden. Die einfache Parallelschaltung, die nach dem bisherigen technischen Stand abgelehnt wurde (wegen Überlastung des Hitzdraht-Blinkgebers und unzureichender Kontrolle), ist in Verbindung mit dem neu entwickelten Blinkgeber wieder möglich. Wir werden darüber berichten, sobald diese Blinkgeber zur Verfügung stehen.
Die Redaktion
Aus DDS 11/1984

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