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Übrigens:
Die Umfrage 'Mein Trabi...' beantworteten

422 Besucher (32.5 %) mit 'wird täglich genutzt, aber auch liebevoll gepflegt.'

111 Besucher (8.6 %) mit 'ist ein Nutzfahrzeug.'

152 Besucher (11.7 %) mit 'ist ein Garagenwagen.'

512 Besucher (39.4 %) mit 'hat ein Saisonkennzeichen und schläft in den Wintermonaten.'

101 Besucher (7.8 %) mit 'Ups, isch 'abe gar keinen Trabi.'

Trabant weltweit

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Nachrichten aus aller Welt rund um den Trabant

Oldtimer-Oase Dahlewitz

2005-02-17 22:50:49 Geändert: 2011-01-02 14:56:41 (4) (Gelesen: 3523)
Oldtimer im Hof
Leidenschaftlicher Bastler
Alte Schätze
Und noch viele mehr
Echtes Fahrgefühl
Vorkriegstechnik rattert aus dem Hof

Sicher, preisgünstig, komfortabel – so soll ein Auto sein. Was heute gilt, war in den Jugendjahren des Automobilbaus genauso gefragt. Mit einem Unterschied: Die Fahrzeuge waren damals wesentlich haltbarer!
Das beweist Hans-Georg Koller jeden Tag. Denn der rüstige Maschinenschlosser aus Dahlewitz erledigt seine Einkäufe und Besorgungen mit einem Gefährt, das mittlerweile stolze 55 Jahre auf dem Buckel hat. Die Technik seines DKW F8 ist sogar noch viel älter. Sie geht auf die 30-er Jahren des letzten Jahrhunderts zurück. Damals erfand der Däne Jörgen Skafte Rasmussen, der zu diesem Zeitpunkt mit seiner Firma DKW die weltgrößte Motorradfabrik betrieb, ein Auto mit Frontantrieb, sparsamem Zweitaktmotor, Drei-Gang-Schaltung und sehr sicherem mitlenkendem Fahrwerk. Wer weiß, dass heute deutsche Nobelhersteller immer noch die technischer einfacheren Heckantriebe verbauen, kann ermessen, wie fortschrittlich die Fahrzeuge waren. Nach dem Krieg wurde die Tradition der zur Auto Union fusionierten Hersteller DKW, Audi, Horch und Wanderer im Stammwerk Zwickau unter der Bezeichnung IFA weitergeführt. Einer der ersten IFA DKW F8, die bei Aufnahme der Produktion 1949 in Zwickau vom Band liefen, versieht also seitdem bei den Kollers seinen Dienst. Praktisch wie man in dieser Familie ist, setzte Vater Alfred Koller gleich auf einen zweckmäßigen Kombi. Als der Sohnemann dann später das Fahrzeug erbte kam ihm diese Voraussicht sehr zugute. Denn mit fünf Kindern waren die Beförderungsmöglichkeiten der alten NSU 200 trotz Beiwagen schnell ausgereizt. Und in den Trabi hätten wir ebenfalls kaum gepasst, schmunzelt Koller. Beim F8 kenne ich alle Tricks und Kniffe. Wieso hätte ich da zwölf Jahre auf einen Trabant warten sollen oder mich nach einer anderen Marke umsehen sollen, begründet der spätere BVG-Mitarbeiter, warum er heute noch seinen DKW fährt, obwohl es die Marke längst nicht mehr gibt. Dabei ist das Auto mit einem Verbrauch von acht Litern Zweitakt-Gemisch selbst für heutige Zeit durchaus sparsam. Hat Koller damit doch eine Reichweite von 400 Kilometer pro 32-Liter-Tankfüllung. Und für promptes Anspringen ist der DKW mit seiner speziellen Dynastart-Anlage ja ohnehin legendär. Dennoch kann im Laufe der Jahre selbst das robusteste Auto mal ein Wehwehchen bekommen. Und so wurde Koller, wie es sich in der DDR gehörte, zum Ersatzteilsammler. Mit der Zeit häuften sich in seinem Garten Fahrzeuge an, die mittlerweile viel zu schade als Ersatzteilspender sind. Der Prototyp eines Taxis, das nie zum Einsatz kam beispielsweise oder ein DKW mit Armaturen aus einem Flugzeug. Und weil Koller schon mal dabei war, nahm er sich auch des Nachfolgers seiner Familienkutsche an, der in Zwickau als P70 vom Band lief. Daraus wurde dann der Kleinwagen P50 entwickelt, der ab 1957 als Trabant zum Volkswagen der DDR wurde. Vom P70 hat Koller mittlerweile eine ganze Flotte, darunter sogar Rallye-Modelle, auf die er besonders stolz ist. Den Trabant konnte er sich allerdings erst nach der Wende leisten. Sogar ein Exemplar des F9, der erst in Zwickau und dann im ehemaligen BMW-Werk in Eisenach produziert wurde, ist vorhanden. Dieses Fahrzeug basiert auf einer Eigenentwicklung von DKW aus dem Jahre 1940 und lief fast baugleich in Düsseldorf als DKW F 89P vom Band. Unser IFA F9 war Ausgangspunkt für den Wartburg 311, so Koller. Damit lässt sich in Dahlewitz also sehr gut ein wichtiger Teil der DDR-Autogeschichte bewundern. Mittlerweile besteht die Oldtimer-Flotte des Dahlewitzers aus gut zwei Dutzend Fahrzeugen. Ständig fahrbereit ist davon nur seine Familienkutsche, Baujahr 1949, mit der Koller seine Drehorgel befördert, die zum zweiten Hobby geworden ist. Doch binnen einer Woche könnte ich fünf Fahrzeuge in Gang bringen, strahlt er. Allerdings durch den TÜV könnte man sie nicht mehr bringen!
Bewerten - Schlecht Gut · 49 Bewertungen · Note Mangelhaft

Meinungen zum Thema (1)

  • 2011-01-02 14:56:41
    Ich war auch einmal Besitzer eines DKW F8 vom Baujahr 1939.
    Es war ein sehr zuverlässiges Fahrzeug. Ob Sommer oder Winter,der F8 ging durch dick und dünn.Mit seinen 4 Türen,
    war er sehr praktisch.Leider habe ich kein Bild mehr von meinen
    F8. Ich würde mich sehr darüber freuen ein Bild zu bekommen.
    DKW hatte damals nur 120 Stück als TAXI mit 4 Türen gebaut.
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