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Die Umfrage 'Mein Trabi...' beantworteten

429 Besucher (32.2 %) mit 'wird täglich genutzt, aber auch liebevoll gepflegt.'

117 Besucher (8.8 %) mit 'ist ein Nutzfahrzeug.'

156 Besucher (11.7 %) mit 'ist ein Garagenwagen.'

528 Besucher (39.6 %) mit 'hat ein Saisonkennzeichen und schläft in den Wintermonaten.'

103 Besucher (7.7 %) mit 'Ups, isch 'abe gar keinen Trabi.'

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IFA-Pannenhilfe

2007-05-21 14:26:09 Geändert: 2008-09-04 17:44:06 (3) (Gelesen: 3988)
Es war einmal vor vielen, vielen Jahren, da begab es sich, dass ein einsamer Trabifahrer nahe Hinterbuxtehütte, einem kleinen Ort bei Phladenunterhausen mitten durch tiefsten Wald fuhr. Die Bäume kamen der Straße bedrohlich nahe und es wurde mit jedem Kilometer immer dunkler. Schon seit Stunden gab es keinen Gegenverkehr mehr. Während immer öfter Zweige den blauen Lack des Trabis streiften, was immer ein seltsames Geräusch erzeugte, und die Straße immer schmaler wurde, fing der tapfere Trabi an zu stottern. Eisig durchfuhr den Fahrer der Gedanke, dass der Sprit wohl zur Neige ging und bückte sich zum Benzinhahn hinunter, um auf Reserve zu schalten. Aber auch das brachte keine Besserung, der Trabi stotterte noch ein paar Mal, dann erstarb das Zweitakt-Rasseln ganz und mit einem leisen Brummen rollte der Wagen aus.
Geistesgegenwärtig trat der Fahrer noch die Kupplung und steuerte den Trabi mit dem letzten Schwung in eine kleine Lücke zwischen zwei Bäumen. Ein schmatzendes Geräusch verriet, dass der Boden scheinbar vom letzten Regenguss noch völlig aufgeweicht war und ein leicht orientierungsloses Gefühl beschlich den Trabifahrer, der mit Vornamen Dirk hieß. Dirk stellte fest, dass der Trabi tatsächlich einen halben Meter zur Seite weggerutscht war und die beiden Reifen auf der Beifahrerseite sanken bis zur Nabe in den Schlamm. Dirk war ausgestiegen, schaute sich alles an und seine Füße steckten ebenfalls schon bis zu den Knöcheln in demselben Schlamm, der auch seinen Trabi gefangen hielt. Nun, dachte sich Dirk, eins nach dem anderen. Zuerst musste er sich darum kümmern, dass der Motor wieder lief. Heftig kämpfend machte er sich auf den beschwerlichen Weg zurück zur Fahrerseite, um die Motorhaube zu entriegeln. Was nun folgte war Routine.
Sprit war noch reichlich im Tank, rund 8 Liter. Der Motor knackte leise, während es im Gebüsch ebenfalls knackte. Nur nicht Bange machen lassen, dachte sich der tapfere Dirk und schraubte die beiden Zündkerzen heraus. Die sahen noch gut aus. Rehbraun, wie es sein musste, verriet ihm das Licht seiner kleinen Taschenlampe. Anschließend drehte er den Motor am Lüfterrad per Hand, was leicht ging. Also auch nicht den Motor fest gefahren, dachte Dirk erfreut. Da sollte es doch möglich sein, das Zweitakt-Herz wieder zum Leben zu erwecken. Mittlerweile war es so dunkel geworden, dass er ohne Probleme erkennen konnte, dass beim Anlassen kräftige Zündfunken wie blaue Glühwürmchen aufblitzen. Hier schien also alles in Ordnung zu sein. Am Vergaser wurden nun alle möglichen Düsen herausgeschraubt und sorgfältig durchgepustet. Zur Kontrolle, ob Sprit ankommt, schraubte Dirk den Benzinschlauch am Vergaser ab. Das kostbare Nass sprudelte aus der Leitung wie es sollte ins Gras. Seltsam, dachte sich der tapfere Trabifahrer und schraubte alles wieder zusammen.
Nach fünf Minuten Anlasser quälen kam ihm die Einsicht, dass er so nicht weiter kam. Unschlüssig sah er sich in alle Richtungen um. Immer noch lag die nun dunkle Straße verlassen in beide Richtungen vor ihm. Mit klopfendem Herzen glaubte er ein Licht in der Ferne zwischen den Bäumen zu sehen, die am anderen Straßenrand standen. Nur kurz zögerte Dirk, dann schloss er sorgfältig den Trabi ab und machte sich auf den Weg in den Wald, auf das Licht zu.
Hier endet die Geschichte, denn von Dirk wurde nie mehr etwas gesehen. Nur sein Trabi steht noch immer zwischen zwei Bäumen, halb eingesunken in mittlerweile knochenharter Erde, kurz vor der Ortseinfahrt Heiligendammdorf. Die Ortschaft liegt in einem Moorgebiet, welches in den letzten drei Jahren aufwändig entwässert wurde, da große Kohlevorkommen den kommerziellen Abbau lukrativ erscheinen lassen. Mit dem Verschwinden der Moore verschwanden auch die Irrlichter, die sich manchmal im Moor entzünden und arglose Wanderer narren.

Der aufmerksam Leser wird es schon ahnen. Drehen wir die Zeit ein paar Jahre weiter in die Zukunft, wäre die ganze Sache anders gelaufen und der tapfere Trabifahrer würde heute mit seinem Trabi von einem Trabitreffen zum anderen fahren können. Denn heutzutage gibt es neben den TTLZ IFA-Engeln auch die Pannenhilfe von Trabipower-Bremen, die unter der Mobilfunkrufnummer 0175-71 71 170 deutschlandweit erreichbar ist.

Einen Haken hat die Geschichte allerdings noch. Dirk war bekannt dafür, dass er allen technischen Neuerungen gegenüber sehr misstrauisch war. So hatte er auch nie ein Telefon besessen und es ist sehr fraglich, ob er sich auf seiner letzten Reise mit einem Handy auf den Weg gemacht hätte.
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